Aus für Pilotentraining? – Standort am Brussels Airport unter Druck

<p>Blick in einen Flugsimulator von CAE: Das Trainingszentrum am Brussels Airport steht vor dem Aus – sinkende Nachfrage und hohe Kosten setzen dem Standort zu.</p>
Blick in einen Flugsimulator von CAE: Das Trainingszentrum am Brussels Airport steht vor dem Aus – sinkende Nachfrage und hohe Kosten setzen dem Standort zu. | Foto:

Die möglichen Folgen sind erheblich: 22 der 27 Arbeitsplätze stehen laut dem flämischen Blatt auf der Kippe. Als Gründe nennt das Unternehmen eine sinkende Nachfrage, veraltete Flugsimulatoren und strukturelle Verluste.

Bereits am 8. April leitete CAE die gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsphase mit den Beschäftigten ein. Dieses Verfahren gilt als erster Schritt hin zu einer möglichen Einstellung der technischen Ausbildungsaktivitäten.

„Es gibt strukturell zu hohe Kosten im Verhältnis zu den Einnahmen, die wir erzielen“, erklärt das Unternehmen. Die Entwicklung komme nicht überraschend, sondern sei das Ergebnis mehrjähriger Schwierigkeiten. Zwar habe der Standort 2024 noch profitabel gearbeitet, zuletzt seien jedoch erneut Verluste angefallen. Für das laufende Geschäftsjahr wird sogar ein noch größeres Defizit erwartet.

Ein internes Dokument, aus dem „De Tijd“ zitiert, zeichnet ein düsteres Bild der Perspektiven: „CAE Brussels arbeitet in kleinem Maßstab, und für verschiedene Simulatoren gibt es langfristig nicht mehr genügend Nachfrage nach Trainings – ebenso wenig eine Umsatzperspektive, um die Aktivitäten an diesem Standort weiter zu tragen.“

Für die Gewerkschaften kommt diese Entwicklung dennoch überraschend. CAE betont unterdessen, die Auswirkungen für die Belegschaft möglichst begrenzen zu wollen. Betroffene Mitarbeiter sollen die Möglichkeit erhalten, sich auf andere Stellen innerhalb des Konzerns zu bewerben. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment