Seit Januar 2025 werden am Theaterplatz unterirdische Leitungen und Kanäle erneuert. Bei diesen Arbeiten kamen Gräber, Mauerreste und Alltagsgegenstände ans Licht, die Hinweise auf die Geschichte des Ortes und seiner früheren Bewohner geben.
Die Entdeckungen wurden von Fachleuten der Grabungsfirma SK ArcheoConsult in Zusammenarbeit mit der Stadtarchäologie dokumentiert.Stadtbaurätin Frauke Burgdorff erklärte, sie freue sich, dass die Ausstellung dank des Einsatzes vieler engagierter Menschen eröffnet werden könne. Zugleich dankte sie den ehrenamtlichen Helfern des Arbeitskreises Archäologie Aachen, die die umfangreichen Öffnungszeiten in der Planbar ermöglichten.
Nach Angaben der Stadtarchäologie befanden sich im 13. Jahrhundert im Bereich des heutigen Theaters und der umliegenden Gebäude zwei Klosteranlagen. Reste davon wurden im vergangenen Jahr entdeckt. Stadtarchäologe Andreas Schaub erklärte, unter dem nördlichen Häuserblock Theaterplatz/Kapuzinergraben habe das 1899 abgebrochene Christenserinnenkloster gelegen. Auf dem südlich anschließenden Theatervorplatz habe sich das ursprüngliche Webbegardenkloster befunden, das ab 1615 zum Kapuzinerkloster wurde.
Neben verschiedenen Mauerresten sorgte vor allem die Entdeckung des Klosterfriedhofs mit zahlreichen Skelettfunden für Aufsehen. Wer sich über die Arbeit der Archäologen, die Funde am Theaterplatz und deren Einordnung in die Stadtgeschichte informieren möchte, kann dies ab dem 29. April tun. Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet und läuft bis zum 1. Juli. (red/jj)

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