Weltweit wird an diesem Tag für die Rechte von Bauern, einen gerechten Zugang zu Land und soziale Gerechtigkeit demonstriert. Auch in Belgien sehen Aktivisten die Entwicklung kritisch: Jährlich verschwinden rund 1.800 landwirtschaftliche Betriebe, von zehn Höfen aus dem Jahr 1980 bestehen heute nur noch drei.
Bei einer Aktion vor dem Boerentoren in Antwerpen kritisierten Teilnehmer vor allem die Agrarindustrie, die ihrer Ansicht nach als einzige vom aktuellen System profitiert. Landwirte stünden hingegen unter wachsendem Druck durch Klimakrise, steigende Bodenpreise, hohe Technologiekosten und fehlende faire Erzeugerpreise.
Als Alternative heben die Organisatoren die bäuerliche Landwirtschaft hervor. Dieses Modell setzt auf kleinere Strukturen, faire Preise, mehr Eigenständigkeit der Betriebe sowie einen respektvollen Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt und grenzt sich damit bewusst von der industriellen Landwirtschaft ab. (belga/ag)

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