Die erste Meldung ging am frühen Samstagmorgen ein. Zunächst war von vier Booten die Rede, doch der westflämische Gouverneur Carl Decaluwé korrigierte die Zahl später auf fünf.
„Unsere Rettungsdienste sind vor Ort im Einsatz, um die Boote in französische Gewässer zu begleiten. Drei von ihnen haben diese bereits erreicht“, erklärte Kathy Cypers, Sprecherin der Agentur für Maritime Dienstleistungen und Küste. Von dort aus setzen die Boote ihre Fahrt in Richtung England fort.
Gouverneur Decaluwé rief vorsorglich die Voralarmstufe des provinziellen Notfallplans aus. „Das ist notwendig, um im Ernstfall Boote anfordern zu können“, so Decaluwé. „Es ist das erste Mal, dass wir eine so große Anzahl gleichzeitig beobachten. Auch in Frankreich haben Schleuser in der vergangenen Nacht dieselbe Taktik angewandt: möglichst viele Boote gleichzeitig starten zu lassen, was es erheblich erschwert, sie aufzuhalten.“
Der Gouverneur erneuerte in diesem Zusammenhang seine Warnung: „Wir befürchten schon länger einen Anstieg der Bootszahlen. Mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate bin ich sehr besorgt. In der nächsten Woche werden sich alle Sicherheitsdienste zusammensetzen, um zusätzliche Maßnahmen zu prüfen.“ (belga/ag)

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