Autokäufe von Privatkunden ziehen wieder an – Markt normalisiert sich

<p>Autoverkäufe in Belgien: Privatkunden holen auf.</p>
Autoverkäufe in Belgien: Privatkunden holen auf. | Foto: belga

Zwischen Januar und März entfielen 48,8 Prozent der Neuzulassungen auf Privatkunden – deutlich mehr als im Gesamtjahr 2025, als ihr Anteil noch bei 41,7 Prozent lag. Als Grund nennen die Verbände unter anderem eine gewisse Sättigung bei Firmenflotten, die in den vergangenen Jahren massiv erneuert worden waren.

Auch bei den Antrieben zeigt sich eine Verschiebung. Zwar dominieren elektrifizierte Fahrzeuge weiterhin den Neuwagenmarkt, doch ihr Anteil ist leicht rückläufig. Im ersten Quartal machten sie 52,7 Prozent der Neuzulassungen aus – ein Minus von knapp drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Reine Elektroautos bleiben mit 34,7 Prozent stabil, während Benziner wieder zulegen und nun 44,4 Prozent erreichen. Diesel spielt mit nur noch 2,3 Prozent kaum noch eine Rolle.

Deutlich bleiben die Unterschiede zwischen den Käufergruppen: Privatkunden greifen überwiegend zu Benzinern, während Unternehmen weiterhin stark auf Elektrofahrzeuge setzen.

Regional zeigen sich ebenfalls unterschiedliche Vorlieben. In Flandern führt der BMW X1 die Verkaufscharts an, gefolgt vom Tesla Model Y. In der Wallonie dominiert der Dacia Sandero, während in Brüssel der Peugeot 2008 knapp an der Spitze liegt.

Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelt sich hingegen leicht rückläufig. Die Zahl der Zulassungen sank um 2,3 Prozent, dennoch machen Gebrauchtwagen weiterhin den Großteil des Marktes aus. Mehr als sechs von zehn neu zugelassenen Fahrzeugen im ersten Quartal waren gebraucht. Auch hier verliert der Diesel weiter an Bedeutung, während Benziner dominieren. Hybrid- und Elektrofahrzeuge gewinnen zwar an Anteil, bleiben aber deutlich hinter dem Niveau des Neuwagenmarktes zurück.

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