Drei von vier Autofahrern in der Wallonie parken falsch

<p>Die Mehrheit der Wallonen parkt gelegentlich regelwidrig.</p>
Die Mehrheit der Wallonen parkt gelegentlich regelwidrig. | Foto: belga

Besonders häufig kommt es laut Studie vor, dass Autos zu nah an Zebrastreifen geparkt werden, auf dem Gehweg stehen oder in zweiter Reihe halten. Allein 45 Prozent der Befragten räumen ein, sich schon einmal zu dicht vor einem Fußgängerüberweg hingestellt zu haben. Jeder Zehnte (10 Prozent) gibt sogar zu, direkt auf dem Zebrastreifen geparkt zu haben.

Auch das Parken auf dem Gehweg ist keine Seltenheit: Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) sagt, dies komme gelegentlich vor. Dabei ist das Abstellen von Fahrzeugen auf dem Bürgersteig – sofern nicht ausdrücklich erlaubt – grundsätzlich verboten, selbst für kurze Zeit.

Ein weiteres verbreitetes Problem ist das Parken in zweiter Reihe. Mehr als jeder vierte Befragte (28 Prozent) gibt an, dies schon getan zu haben. Diese Praxis behindert nicht nur den Verkehrsfluss erheblich, sondern erhöht laut AWSR auch das Unfallrisiko.

Hinzu kommen Verstöße zulasten von Radfahrern: 22 Prozent der Autofahrer räumen ein, bereits auf einer sogenannten Aufstellfläche für Fahrräder an Kreuzungen gehalten zu haben, während 13 Prozent schon einmal auf einem Radweg parkten.

Mit einer Sensibilisierungskampagne will die AWSR im April nun gegensteuern. Geplant ist die Veröffentlichung mehrerer Videos in sozialen Netzwerken, die an die geltenden Regeln erinnern und deren Bedeutung für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hervorheben – insbesondere für Fußgänger, Radfahrer und Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigen auch aktuelle Zahlen: Im Jahr 2024 wurden in der Wallonie mehr als 7.600 Strafzettel wegen Parkens auf dem Gehweg ausgestellt – der häufigste Verstoß. Es folgen Parken in verbotenen Zonen trotz entsprechender Beschilderung (6.890 Fälle) sowie das unrechtmäßige Nutzen von Behindertenparkplätzen (1.939 Fälle). (belga/calü)

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