Besonders der bevorstehende Gezeitenwechsel bereitet den Einsatzkräften Sorgen. Am Sonntag wird die Schelde durch die sogenannte Springflut deutlich ansteigen. „Wir stellen fest, dass sich das Öl weiterhin in Richtung Niederlande bewegt, über mehrere Kilometer hinweg“, erklärt ein Sprecher der flämischen Umweltorganisation Natuurpunt am Mittwoch. „Erst am Montag, nach der Springflut, werden wir das wahre Ausmaß des Lecks erkennen. Natürlich hoffen wir, dass die Schäden so gering wie möglich bleiben.“
Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten vorwiegend auf das rechte Scheldeufer. Auf der linken Seite scheint die Lage etwas weniger angespannt, doch auch dort sind weiterhin Reinigungsteams aktiv. Ein weiterer Schwerpunkt liegt am Binnenanleger Galgenschoor, wo nach wie vor zahlreiche Binnenschiffe von Ölrückständen befreit werden.
Am Ursprungsort des Lecks, dem Deurganckdok, entspannt sich die Lage schrittweise. Nachdem bereits die Ostseite wieder freigegeben worden war, konnte nun auch ein Teil der Westseite den Betrieb wieder aufnehmen. Auch die Kaimauer des Noordzee-Terminals ist größtenteils wieder zugänglich. Anders sieht es am Europa-Terminal aus: Dieses bleibt weiterhin außer Betrieb. (belga/calü)

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