Bis tief in die Schlussphase hinein schien alles für Abdi zu laufen. Bereits zur Halbmarathon-Marke passierte er die Zwischenzeit in starken 1:01:35 Stunden. In der Folge erhöhte er sogar noch einmal das Tempo – und lag nach 25 Kilometern satte 44 Sekunden vor seinem eigenen Europarekord von 2:03:36 Stunden.
Doch dann drehte der Wind. Im wahrsten Sinne des Wortes: Gegenwind erschwerte zunehmend das Rennen, und die Leichtigkeit wich der Anstrengung spürbar. Dennoch blieb Abdi bis zwei Kilometer vor dem Ziel auf Rekordkurs – der Sieg schien greifbar nah.
Dann kam der Einbruch.
In der entscheidenden Phase bekam der 36-Jährige plötzlich körperliche Probleme. Abdi musste kurz anhalten und griff sich ans Bein – ein Moment, der das Rennen kippte. Die Konkurrenz nutzte die Schwäche gnadenlos aus.
Der Äthiopier Guye Adola zog vorbei und sicherte sich den Sieg in 2:03:54 Stunden. Sein Landsmann Tesfaye Deriba wurde Zweiter in 2:04:15. Abdi rettete sich schließlich in 2:04:19 Stunden auf Rang drei.
Hinter ihm überzeugten auch die weiteren Belgier: Dorian Boulvin stellte in 2:09:23 Stunden eine persönliche Bestzeit auf. Thomas De Bock folgte in 2:10:18, Koen Naert kam in 2:10:33 ins Ziel. (belga/calü)

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