Billie Jean King Cup: Yellow Aces lösen mit Sieg über die USA das Final-8-Ticket

<p>Elise Mertens, Magali Kempen,Hanne Vandewinkel und Greet Minnen ließen sich nach dem Sieg über die USA feiern.</p>
Elise Mertens, Magali Kempen,Hanne Vandewinkel und Greet Minnen ließen sich nach dem Sieg über die USA feiern. | Foto: belga

Bereits am Freitag hatte Hanne Vandewinkel (WTA 94) für ein Ausrufezeichen gesorgt. Die Belgierin setzte sich gegen die amerikanische Nummer eins Iva Jovic (WTA 16) durch und brachte ihr Team in Führung. Anschließend legte Elise Mertens (WTA 20) nach – profitierte dabei jedoch von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerin McCartney Kessler im dritten Satz.

Mit dieser 2:0-Führung im Rücken ging Belgien in den Samstag – und hatte im Doppel zunächst die Chance, alles klarzumachen. Doch das Duo Mertens/Magali Kempen (WTA Doppel 81) musste sich den Amerikanerinnen Nicole Melichar-Martinez/Caty McNally deutlich mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. So blieb es beim Zwischenstand von 2:1, und die Entscheidung musste im Einzel fallen.

Für Elise Mertens war ein weiterer Einsatz allerdings nicht mehr möglich. Die 30-Jährige sagte ihr Einzel gegen Jovic aufgrund körperlicher Probleme ab: „Je länger das Doppel dauerte, desto mehr spürte ich, wie mein Körper abbaut. Ich hatte am Freitag schon ein schweres, langes und spätes Match, sodass ich erst um 1.30 Uhr im Bett war. Es war auch mein erstes Spiel auf Sand in dieser Saison, was sehr anstrengend sein kann. Und eine Krankheit hat meine Vorbereitung beeinträchtigt. Deshalb schien es besser, mich aus dem Einzel zurückzuziehen und Greet die Chance zu geben“, erklärte sie.

Ihre Teamkollegin Greet Minnen (WTA 149) nutzte diese Chance eindrucksvoll. Wie schon Vandewinkel am Vortag setzte auch sie sich gegen die deutlich höher eingestufte Jovic durch – und zwar mit 7:5, 6:3. Vor allem im ersten Satz überzeugte Minnen mit mutigem, druckvollem Spiel und entschied diesen mit einem sehenswerten Stoppball. Im zweiten Durchgang dominierte sie lange klar, musste am Ende jedoch noch einmal zittern, ehe sie ihren dritten Matchball verwandelte.

Entsprechend erleichtert zeigte sie sich nach dem Spiel: „Ich habe ein schwieriges Jahr hinter mir, aber das macht alles wieder gut“, sagte Minnen.

Trotz ihres Forfaits zog Elise Mertens ein positives Fazit ihrer Rückkehr ins Nationalteam nach dreieinhalb Jahren Pause: „Ich habe es wirklich genossen, wieder vor eigenem Publikum zu spielen. Ob es eine Fortsetzung meiner Geschichte im Billie Jean King Cup gibt? Ich sage sicher nicht nein.“

Dass die Yellow Aces gegen ein US-Team ohne mehrere Topspielerinnen wie Coco Gauff (WTA 3), Jessica Pegula (WTA 5) oder Madison Keys (WTA 17) antraten, spielte ihnen dabei zweifellos in die Karten. Am Ende aber zählte vor allem die Leistung auf dem Platz – und die war geprägt von Kampfgeist, Teamspirit und zwei großen Überraschungen. Oder anders gesagt: Dieses Wochenende gehörte Hanne Vandewinkel und Greet Minnen. (calü)

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