Bereits im vergangenen Sommer hatte Pawlowski angekündigt, nicht mit seiner Band auf Tour gehen zu können. Nach weiteren medizinischen Untersuchungen folgte im Herbst die Diagnose: Alzheimer.
Wie er selbst sagt, ist die Situation für ihn schwer zu fassen. „Es ist hart. Ich weiß nicht, was auf mich zukommt. Ich weiß nicht, ob ich Angst haben muss. Udn ich weiß auch nicht, wie viel Angst ich haben muss“, erklärt er gegenüber „De Morgen“. Gleichzeitig falle es ihm schwer, die Krankheit überhaupt zu spüren: „Ich fühle es einfach nicht. Das ist echt schwierig.“
Besonders belastend sei die Situation für sein Umfeld. „Für meine Angehörigen ist es schwieriger, schlimmer, als für mich“, sagt Pawlowski dem flämischen Blatt. Vor allem seine Ehefrau habe die Diagnose wie einen Schock erlebt. Auch seine Mutter habe lange gebraucht, um die Nachricht zu akzeptieren. „Sie hatte große Mühe, das anzunehmen.“ Eine zusätzliche Belastung: Pawlowskis Vater war ebenfalls an den Folgen einer Demenzerkrankung gestorben.
Trotz allem versucht der Musiker, seinen Alltag so normal wie möglich weiterzuführen. „Man hört die Ärzte von einem unvermeidlichen Rückgang sprechen, aber auch von den schönen Jahren, die noch bleiben. Aber was bedeutet das konkret?“, fragt er sich. Eine klare Antwort darauf habe er nicht. „Ich versuche einfach weiterzumachen wie bisher. Ich weiß wirklich nicht, was ich sonst tun soll.“ Die verordneten Medikamente nehme er „gewissenhaft“ ein.
Ob und wie lange Pawlowski noch auf der Bühne stehen kann, ist derzeit ungewiss. Zwar gelingt es ihm noch, Gitarre zu spielen, doch Texte zu behalten falle ihm zunehmend schwer. Dennoch gibt er seinen Fans Hoffnung: In einem kurzen Video in den sozialen Netzwerken lässt er durchblicken, dass er nicht aufgeben will. „Wir machen weiter“, sagt er. (calü)

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