Gunnarsdottir vor Duellen mit Schottland: „Können einen großen Schritt Richtung WM machen“

<p>Elisabet Gunnarsdottir (links) stelle sich am Freitag den Fragen der Presse.</p>
Elisabet Gunnarsdottir (links) stelle sich am Freitag den Fragen der Presse. | Foto: belga

Belgien tritt in der Qualifikation in der Nations League B an, genauer gesagt in Gruppe B4. Um die Chancen auf die Endrunde in Brasilien zu wahren, müssen die Red Flames mindestens unter die besten drei Teams ihrer Gruppe kommen, um die Play-offs zu erreichen. Der Weg dorthin bleibt jedoch steinig: In zwei weiteren K.-o.-Runden werden die WM-Tickets vergeben. Direkt qualifiziert sind lediglich die Gruppensieger der höchsten Liga A.

Aktuell stehen die Belgierinnen nach zwei Spieltagen mit sechs Punkten punktgleich mit Schottland an der Tabellenspitze. Beide Teams starteten souverän in die Kampagne: Während Schottland Luxemburg deutlich besiegte, gewann Belgien seine beiden Spiele gegen Israel klar mit 3:0 und 5:0.

Für Nationaltrainerin Elisabet Gunnarsdottir ist die Bedeutung der kommenden Duelle eindeutig: „Gegen Schottland können wir einen großen Schritt Richtung WM machen“, erklärte sie am Freitag bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Auswärtsspiels am Mittwoch, 14. April (20.30 Uhr), in Edinburgh. Das Rückspiel folgt vier Tage später in Löwen (20.30 Uhr).

Trotz des gelungenen Auftakts bleibt die Isländerin vorsichtig: „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung gegen Israel, aber die nächsten Spiele werden schwieriger. Schottland hat hervorragende Spielerinnen. Es wird eine harte Partie, aber wir wissen, wozu wir fähig sind. Wenn wir unseren Plan gut umsetzen, haben wir eine große Chance, sie zu schlagen.“

Foto: belga

Neben der WM-Qualifikation spielt auch der sportliche Wiederaufstieg eine wichtige Rolle. Nach dem Abstieg aus der A-Liga beabsichtigen die Red Flames schnellstmöglich wieder ins Oberhaus zurückzukehren. „Natürlich wollen wir wieder in die höchste Liga aufsteigen“, betont Gunnarsdottir. „Die Mannschaft muss lernen, mit unterschiedlichen Gegnern umzugehen. Aber Spiele mit mehr Druck und Spannung machen uns mehr Spaß.“

Die Trainerin ist überzeugt von der Qualität ihres Teams: „Wir stehen vor einer schwierigen Aufgabe, wissen aber, dass wir selbst eine sehr gute Mannschaft haben. Wenn wir auf unserem besten Niveau spielen, können wir jeden schlagen.“

Der langfristige Fokus ist klar gesetzt: „Die Weltmeisterschaft ist ein Traum für uns. Wir wissen, dass es schwierig wird, aber Schritt für Schritt wollen wir dorthin gelangen.“

<p>Justine Vanhaevermaet (rechts) steht vorerst nicht zur Verfügung.</p>
Justine Vanhaevermaet (rechts) steht vorerst nicht zur Verfügung. | Foto: Photo News

Neben den sportlichen Perspektiven muss das Team jedoch auch einen personellen Rückschlag verkraften: Justine Vanhaevermaet fällt aufgrund ihrer Schwangerschaft vorerst aus. „Wir freuen uns sehr für sie – sie trägt zum Wachstum der belgischen Gemeinschaft bei“, sagte Gunnarsdottir mit einem Lächeln. „Aber für uns ist es natürlich ein Verlust, denn wir verlieren eine hervorragende Spielerin für eine gewisse Zeit.“

Dennoch blickt die Cheftrainerin optimistisch nach vorne: „Wir hoffen, dass sie danach noch stärker zurückkehrt. Wir unterstützen sie bestmöglich.“ (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment