Van der Poel oder Pogacar? Showdown der Giganten bei Paris-Roubaix

<p>Mathieu van der Poel (links) und Tadej Pogacar (rechts) zählen bei Paris-Roubaix zu den großen Favoriten und wollen Geschichte schreiben.</p>
Mathieu van der Poel (links) und Tadej Pogacar (rechts) zählen bei Paris-Roubaix zu den großen Favoriten und wollen Geschichte schreiben. | Foto: belga

Allen voran Mathieu van der Poel: Der Niederländer hat die letzten drei Ausgaben des Kopfsteinpflaster-Klassikers gewonnen und könnte nun Geschichte schreiben. Mit einem vierten Sieg würde er mit den Rekordhaltern Tom Boonen und Roger De Vlaeminck gleichziehen – und zugleich als erster Fahrer überhaupt viermal in Folge in Roubaix triumphieren.

Doch die Konkurrenz ist gewaltig. Tadej Pogacar, amtierender Weltmeister, hat nach seinem zweiten Platz im Vorjahr nur ein Ziel: den ersten Roubaix-Sieg seiner Karriere. Gelingt ihm das, würde er als einer der wenigen Fahrer alle fünf Monumente des Radsports gewinnen – und sich damit in eine Reihe mit Legenden wie Eddy Merckx, Rik Van Looy und erneut De Vlaeminck einreihen.

Belgische Hoffnungsträger

Aus belgischer Sicht ruhen am Sonntag die Hoffnungen vorrangig auf Wout van Aert und Jasper Philipsen. Beide standen in Roubaix bereits zweimal auf dem Podium und zählen zu den ernsthaften Anwärtern auf den Sieg. Der letzte belgische Triumph liegt inzwischen einige Jahre zurück: 2019 gewann Philippe Gilbert.

Nicht am Start ist hingegen Remco Evenepoel, der nach seiner ersten Teilnahme an der Flandern-Rundfahrt vorerst weiter sein Debüt in der „Hölle des Nordens“ aufschiebt. „Remco wird sich wie geplant auf die Ardennen konzentrieren“, sagte ein Teamsprecher dem flämischen Sportportal „Sporza“. „Nach seinem beeindruckenden Debüt bei der Flandern-Rundfahrt ist Paris-Roubaix ein Ziel, das wir in den kommenden Jahren gemeinsam in Betracht ziehen können. Aber im Moment halten wir an unserem Plan fest.“

Immerhin steht am 27. April mit Lüttich-Bastogne-Lüttich das vierte Monument des Jahres auf dem Programm. Als Triumphator der Jahre 2022 und 2023 plant Evenepoel, dort wieder ein Wörtchen mitzureden.

Frauen erstmals am Sonntag

Eine Premiere gibt es auch bei den Frauen: Erstmals wird das Rennen am selben Tag wie das der Männer ausgetragen. Titelverteidigerin Lotte Kopecky gehört erneut zu den Favoritinnen. Konkurrenz kommt unter anderem von ihrer Teamkollegin Lorena Wiebes sowie von Pauline Ferrand-Prévot. Demi Vollering wird nicht an den Start gehen.

Kopfsteinpflaster als Schlüssel

Die Herausforderung bleibt gewaltig: Die Männer erwartet beim Start um 10.50 Uhr ein 258,3 Kilometer langer Parcours mit 30 „Pavé“-Sektoren, die sich auf insgesamt über 54,8 Kilometer erstrecken. Neu ist ein zusätzlicher Abschnitt vor dem gefürchteten Wald von Arenberg.

Auch das Frauenrennen, das insgesamt 144 Kilometer lang ist, wurde anspruchsvoller gestaltet: Mit 20 Sektoren und 33,7 Kilometern Kopfsteinpflaster ist es länger und härter als in den Vorjahren – auch wenn der legendäre Wald von Arenberg weiterhin fehlt. Der Startschuss bei den Frauen fällt um 14.35 Uhr. (calü)

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