„Es ist schon eine Weile her, dass ich so fit an der Startlinie eines Marathons stand“, erklärte der zweifache Olympiamedaillengewinner am Freitag auf einer Pressekonferenz. Worte, die aufhorchen lassen – vor allem angesichts seiner jüngsten Leistungen.
Erst im März hatte Abdi in Gent mit 59:28 Minuten einen neuen belgischen Rekord im Halbmarathon aufgestellt. Die Form scheint also zu stimmen. „Nach dem Halbmarathon sind alle Trainings gut verlaufen. Der Fokus lag zuletzt darauf, viele Kilometer zu sammeln, und ich bin sehr zufrieden damit“, sagte er.
Rotterdam ist für Abdi kein gewöhnlicher Wettkampf. Vor fünf Jahren stellte er hier mit 2:03:36 Stunden einen Europarekord auf – eine Marke, die bis heute Bestand hat. Ob er diese Zeit am Sonntag angreifen kann, lässt er offen.
„Wenn die Vorbereitung gut ist, kommt das Ergebnis meistens von selbst“, so Abdi. „Die Beine fühlen sich gut an, aber ich werde nicht behaupten, dass ich besser bin als je zuvor. Das wird sich im Rennen zeigen.“
Ganz ohne Nervosität geht er dennoch nicht an den Start: „Ich bin nervös, denn man weiß nie, wann der Hammermann zuschlägt“, sagt er mit Blick auf die berüchtigte Krise auf den letzten Kilometern.
Ein Selbstläufer wird der Sieg ohnehin nicht. Mit Topläufern wie Birhanu Legese, der bereits 2:02:48 Stunden gelaufen ist, ist das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt.
„Ich habe keine Glaskugel und freue mich auf das Duell mit den anderen Spitzenläufern“, erklärte Abdi. Seine Hoffnung: die Konkurrenz als zusätzlicher Antrieb. „Ich kann nur hoffen, dass mich die anderen in Richtung eines Europarekords pushen.“ (belga/calü)

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