11. April 1961: In Jerusalem beginnt der Prozess gegen Adolf Eichmann, einen NS-Funktionär, der die Deportation von Millionen Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager organisierte. Für die Philosophin Hannah Arendt wird das Verfahren zum Ausgangspunkt einer Analyse, die bis heute aktuell ist. Sie sieht keinen Dämon, kein Monster auf der Anklagebank. Sie sieht einen Funktionär, der in Floskeln spricht, ohne sein Handeln zu reflektieren. Arendt prägt dafür einen Begriff: die Banalität des Bösen.
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