Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die der föderale Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) auf eine parlamentarische Frage von Niels Tas (Vooruit) hin veröffentlicht hat. Demnach wurden 2024 insgesamt 461 Protokolle wegen Alkohols am Lenker eines „nicht motorisierten Fahrzeugs“ – also in erster Linie Fahrräder – erstellt.
Für viele Betroffene blieb es nicht bei einer Geldstrafe. In rund 270 Fällen wurde zusätzlich der Führerschein entzogen. Das bedeutet: Wer betrunken Fahrrad fährt, riskiert auch seine Fahrerlaubnis für Auto oder Motorrad und muss diese für eine gewisse Zeit abgeben.
Die Zahlen sorgen für Aufmerksamkeit – werden von der Polizei aber zugleich relativiert. In Städten wie Gent und Löwen betonen die Behörden, dass gezielt kaum nach betrunkenen Radfahrern gesucht wird. „Die meisten Feststellungen ergeben sich im Zuge von Unfällen, bei denen alle Beteiligten – auch Radfahrer – einem Alkoholtest unterzogen werden“, erklärte ein Sprecher der Polizei in Gent. (belga/calü)

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