Demnach zeigen die bei Unia eingegangenen Meldungen – 46 im Jahr 2025 – wiederkehrende Probleme in mehreren Lebensbereichen. Besonders deutlich wird dies beim Zugang zu Wohnraum. Es fehle häufig an geeigneten Standplätzen, zudem komme es zu Räumungen und administrativen Hürden, etwa bei der Eintragung einer Referenzadresse.
Darüber hinaus seien Sinti und Roma regelmäßig mit Vorurteilen sowie stigmatisierenden und teils entmenschlichenden Aussagen konfrontiert – sowohl in den Medien und sozialen Netzwerken als auch im Kontakt mit der Polizei. Auch Hassdelikte gehörten weiterhin zur Realität.
Der Bericht enthält mehrere Empfehlungen. So fordert Unia eine ehrgeizige nationale Strategie gegen Diskriminierung, die mit konkreten Zielen und finanziellen Mitteln unterlegt ist.
Im Bereich Wohnen sollten die Regionen ausreichend Standplätze schaffen. Zudem solle der föderale Staat ein Verwaltungsverfahren für Streitfälle rund um Referenzadressen wieder einführen.
Darüber hinaus plädiert das Zentrum dafür, Romafeindlichkeit ausdrücklich im interföderalen Aktionsplan gegen Rassismus zu verankern und gezielte Maßnahmen vorzusehen.
Schließlich fordert Unia, den 2. August offiziell als Gedenktag für den Holocaust an den Roma anzuerkennen. An diesem Tag wurden 1944 mehr als 3.000 Roma und Sinti im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet. (belga/rt)

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