Universitäten fordern Milliardeninvestitionen in Forschung und Bildung

<p>Universitäten aus mehreren EU-Ländern fordern deutlich höhere Investitionen in Forschung, Innovation und Bildungsprogramme.</p>
Universitäten aus mehreren EU-Ländern fordern deutlich höhere Investitionen in Forschung, Innovation und Bildungsprogramme. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Konkret plädieren die Hochschulleitungen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden und Polen für 220 Milliarden Euro im kommenden Forschungsrahmenprogramm FP10 sowie weitere 60 Milliarden Euro für das Austauschprogramm Erasmus+.

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Rat der frankophonen Universitäten in Belgien (CRef) sowie der flämische Universitätsrat (VLIR). Sie betonen, dass Forschung und Bildung entscheidend für die Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Europas seien – insbesondere angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender Bedrohungen für die akademische Freiheit.

Zugleich warnen die Universitäten vor möglichen Fehlentwicklungen bei der geplanten Einrichtung eines großen europäischen Wettbewerbsfonds. Es bestehe die Gefahr, dass bestehende Förderinstrumente nicht gestärkt, sondern in einem solchen Fonds aufgehen könnten.

Darüber hinaus unterstreichen die Unterzeichner die Bedeutung der Grundlagenforschung, auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Diese sei unerlässlich, um gesellschaftliche und technologische Herausforderungen zu bewältigen.

Die Universitäten fordern zudem, die internationale Offenheit und den freien Austausch von Wissen zu sichern. Europäische Hochschulallianzen spielten eine wichtige Rolle, um Talente anzuziehen und Innovationsnetzwerke zu stärken.

In den kommenden Wochen beginnen die Staats- und Regierungschefs der Europäische Union die Beratungen über den mehrjährigen Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034. Der Vorschlag der Europäische Kommission beläuft sich auf rund 2.000 Milliarden Euro und muss auch vom Europäischen Parlament gebilligt werden. (belga/rt)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment