Fälle von unangemessenem Verhalten haben in den vergangenen Jahren wiederholt für Aufsehen gesorgt. Um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken, arbeitet die Branche bereits seit längerem mit aufeinanderfolgenden Aktionsplänen auf flämischer Ebene.
Eine Umfrage im Rahmen des Mediasensor-Projekts zeigt, dass das Thema inzwischen häufiger angesprochen wird. Dennoch bleibt die Hemmschwelle, Vorfälle tatsächlich zu melden, weiterhin hoch. Besonders betroffen sind Freiberufler, Berufseinsteiger sowie Mitarbeiter in zeitlich befristeten Teams.
Vor diesem Hintergrund soll der Pool an Vertrauenspersonen künftig stärker in den Fokus rücken. Dieser besteht derzeit aus mehreren Medienschaffenden, die über den Sozialfonds der audiovisuellen, digitalen und Filmbranche als Ansprechpartner fungieren, wenn Unternehmen selbst keine entsprechende Struktur anbieten.
Da dieses Angebot bislang noch zu wenig bekannt ist, soll der Pool erweitert und leichter zugänglich gemacht werden. Betroffene sollen ihre Erfahrungen schneller und vertraulich schildern können.
Darüber hinaus zielt eine überarbeitete Selbstverpflichtungserklärung auf eine breitere Beteiligung im Sektor ab. Derzeit haben 211 Organisationen unterschrieben, was rund 65 Prozent der Beschäftigten entspricht. Künftig sollen 75 Prozent erreicht werden.
Neu eingeführt wird zudem ein jährlicher „Tag der sozialen Sicherheit“. Am 8. Oktober sollen Vertreter aus Organisationen, Ausbildungsstätten und der Branche zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen und bewährte Praktiken sichtbar zu machen. (belga/rt)

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