Zuvor war die Bevölkerung aufgefordert worden, ihre Häuser nicht zu verlassen und den Gesuchten keinesfalls selbst anzusprechen. Auslöser war die Meldung über einen randalierenden Mann am Dienstag kurz nach Mittag. Einsatzkräfte rückten daraufhin in den Bereich aus. Im weiteren Verlauf fielen Schüsse. Dabei wurde eine Polizeibeamtin am Bein verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann flüchtete anschließend in Richtung Kurpark und möglicherweise weiter in ein angrenzendes Waldgebiet. Zeitweise kursierte ein Video, das den Verdächtigen mit einer Waffe im Park zeigen soll. Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot: Zahlreiche Streifenwagen, Rettungsdienste und auch Hubschrauber waren im Einsatz, während die Stadt über Stunden in Alarmbereitschaft blieb.
Viele Menschen in Prüm nahmen die Lage zunächst nicht sofort als Bedrohung wahr. Erst Warnmeldungen auf Mobiltelefonen machten deutlich, wie ernst die Situation war. Im Laufe des Nachmittags verschärften die Behörden ihre Hinweise und baten Anwohner ausdrücklich, in ihren Häusern zu bleiben, bis Entwarnung gegeben werde.
Nach Angaben der Polizei war der 25-Jährige den Beamten bereits bekannt. Ob sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befand, konnte zunächst nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen dauern an.
Wie auch der Triersche Volksfreund berichtete, wurde die Warnung für die Bevölkerung am Abend nach der Festnahme aufgehoben. (red/jj)

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