Romelu Lukaku (32) war vor zwei Wochen nach Tubize zur Nationalmannschaft gereist, verzichtete jedoch auf eine Teilnahme an der USA-Reise der Roten Teufel. Stattdessen arbeitete er individuell an seinen Hüftbeschwerden – während sein Klub ihn lieber zurück in Süditalien gesehen hätte. Schon in der vergangenen Woche hatte der Tabellenzweite „angemessene disziplinarische Maßnahmen“ angekündigt. Wie „Gazzetta dello Sport“ berichtete, verhängte die Klubführung eine Geldstrafe gegen Lukaku.
„Romelu hat entschieden, in Belgien zu bleiben, um dort zu trainieren und sich von seiner Verletzung (Hüfte, A. d. R.) zu erholen“, erklärte Giovanni Manni – technischer Direktor des SSC Neapel – nun vor dem Duell gegen AC Milan (1:0/De Bruyne spielte 85 Minuten) gegenüber „DAZN“: „Wir sind nicht zufrieden. Niemand hätte ihm verboten, mit seinen eigenen Physiotherapeuten zu arbeiten, aber das hätten wir gerne mit ihm in Neapel besprochen. Ich denke, dass er nächste Woche zurückkehren wird. Dann sehen wir, was passiert. Aber dass es Konsequenzen haben wird, weiß er.“

Mitspieler wie Verteidiger Leonardo Spinazzola stärken Lukaku derweil den Rücken. „Wir alle warten auf ihn und hoffen, dass er schnell wieder auf dem Platz steht. Romelu hat ein schweres Jahr hinter sich, auch aufgrund des Todes seines Vaters.“ Dass Lukaku nach wie vor in Belgien verweilt, sei „kein Problem“ für die Mannschaft, so Rechtsaußen Marco Politano. „Romelu ist uns gegenüber immer korrekt gewesen. Es ist an ihm und am Klub, Entscheidungen zu treffen.“
In Neapel feierte Lukaku nach einer schweren Oberschenkelverletzung erst im Januar gegen Juventus Turin sein Comeback, kam seitdem aber nur auf sieben Kurzeinsätze. Mit erst einem Saisontreffer hat er unter Trainer Antonio Conte einen schweren Stand – der Italiener bevorzugt ein System mit einem zentralen Stürmer und setzt aktuell auf Rasmus Højlund. In der vergangenen Spielzeit hatte der Lukaku mit 14 Treffern noch einen großen Anteil am Meistertitel von Napoli. (mn)

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