„Gelbwesten“ protestieren in Lüttich gegen hohe Spritpreise

<p>Dutzende „Gelbwesten“ versammelten sich am Samstag auf dem Place Saint-Lambert in Lüttich, um gegen steigende Energiepreise zu protestieren.</p>
Dutzende „Gelbwesten“ versammelten sich am Samstag auf dem Place Saint-Lambert in Lüttich, um gegen steigende Energiepreise zu protestieren. | Archivbild: belga

Auslöser für die erneute Mobilisierung ist nach Angaben der Teilnehmer vor allem der jüngste Anstieg der Spritpreise. Die Bewegung war in Lüttich in den vergangenen Jahren weitgehend aus dem öffentlichen Raum verschwunden.

„Der Kraftstoff ist nur ein Tropfen, aber er hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Regierung nimmt die Not der Menschen nicht ernst, obwohl viele im Alltag bereits große Anstrengungen leisten“, sagte eine der Initiatorinnen der Kundgebung.

Neben den Preisen an der Zapfsäule richtet sich der Protest auch allgemein gegen die sinkende Kaufkraft und die steigenden Wohnkosten. Die Demonstranten sehen sich finanziell zunehmend unter Druck. Zudem kritisieren sie die Gewinne großer Energiekonzerne im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran. Als Beispiel nannten sie den Konzern TotalEnergies, dessen Aktienkurs innerhalb eines Monats deutlich gestiegen sei und der durch frühzeitige Ölkäufe hohe Gewinne erzielt habe.

„Wir sind hier, um uns gegen eine Reihe unsozialer Entscheidungen zu stellen. Ob Rentner, Kranke, Arbeitssuchende oder Arbeitnehmer – alle sind betroffen“, erklärte eine Teilnehmerin.

Konkrete Blockadeaktionen wurden zunächst nicht angekündigt. Weitere Maßnahmen wurden jedoch im Anschluss an die Kundgebung in Aussicht gestellt. (belga/rt)

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