Demnach wurden 2025 rund 4,3 Millionen Liter Wein produziert – ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2023. Besonders stark legten Rotwein und Schaumwein zu.
Der Aufschwung folgt auf ein schwieriges Jahr: 2024 hatten ungünstige Wetterbedingungen die Ernte massiv gedrückt – auf nur 1,2 Millionen Liter. Umso deutlicher fällt nun die Erholung aus, begünstigt durch deutlich bessere klimatische Bedingungen.
Die Wallonie liegt vorne – trotz kleinerer Fläche
Interessant: Obwohl in Flandern mehr Fläche bewirtschaftet wird (551 Hektar gegenüber 490 in der Wallonie), liegt die Produktion im Süden des Landes klar vorne. In der Wallonie wurden 2,44 Millionen Liter erzeugt, in Flandern 1,83 Millionen.
Der Grund liegt in der Ausrichtung des Sektors: „Die Wallonie setzt stark auf Schaumwein, der pro Hektar höhere Erträge liefert, da dichter gepflanzt wird“, heißt es vonseiten der Behörde. In Flandern sei die Produktion breiter aufgestellt, mit einem größeren Anteil klassischer Stillweine.
Besonders stark gewachsen ist die Produktion in den Provinzen Luxemburg (+284 Prozent), Wallonisch-Brabant (+85 Prozent) und Namur (+58 Prozent).
Neuer Trend: „Orange Wine“
Neben klassischen Weinen etabliert sich zunehmend auch ein neuer Trend: „Orange Wine“. Dabei handelt es sich um einen Weißwein, der anders hergestellt wird als üblich: Die Trauben werden – ähnlich wie bei Rotwein – zusammen mit Schalen und Kernen vergoren. Dadurch bekommt der Wein seine typische orange Farbe, einen kräftigeren Geschmack und oft leicht herbe Noten.
Noch ist die Produktion überschaubar: Rund 10.000 Liter wurden bislang erfasst, vor allem in Flandern. Doch auch Winzer in der Wallonie experimentieren bereits mit dieser Methode, deklarieren ihre Produkte jedoch häufig noch als Weißwein.
Parallel wächst auch die Zahl der Weinproduzenten. 2025 waren in Belgien 350 Winzer aktiv – sowohl Profis als auch Hobbywinzer. Zum Vergleich: 2024 waren es noch 321, im Jahr davor 290. (belga/calü)

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