„Der Vergleich zwischen damals und heute zeigt, wie sehr sich die Sicht auf das Thema verändert hat. 2019 hielt die Wallonie noch an einem sehr starren System mit festen Stichtagen fest. Zwar wurde schon damals eingeräumt, dass es im Herbst oder Winter durchaus günstige Wetterfenster für eine sinnvolle Ausbringung geben kann. Trotzdem blieb es bei einer pauschalen Regelung, die die tatsächlichen Bedingungen auf den Feldern nur unzureichend berücksichtigt“, schreibt die ostbelgische Regionalabgeordnete. „Heute klingt das anders. Minister Yves Coppieters hat in seiner Antwort anerkannt, dass viele dieser Vorgaben aus einer Zeit stammen, in der weder die heutigen Wetterdaten noch moderne agronomische Werkzeuge oder die Folgen des Klimawandels in diesem Ausmaß berücksichtigt werden konnten. Er kündigte an, dass Anfang 2027 eine Überarbeitung des PGDA vorgesehen ist.“
Dieses wallonische Regelwerk – das Programm für ein nachhaltiges Stickstoffmanagement – lege unter anderem fest, wann und unter welchen Bedingungen organische Dünger wie Gülle ausgebracht werden dürfen. Für Christine Mauel ist das ein wichtiger Schritt: „Die Forderung der Landwirte ist nicht neu. Sie ist so alt wie der Klimawandel selbst“, betonte sie in ihrer Replik. Seit Jahren machten die Betriebe darauf aufmerksam, dass starre Kalenderregeln immer weniger zur Realität auf dem Feld passen. Wetter, Bodenverhältnisse und Vegetationsentwicklung lassen sich nicht mehr sinnvoll allein nach einem festgelegten Datum beurteilen. (red/sc)

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