Elfer-Drama und spätes Tor: „Teufelchen“ jubeln in Löwen

<p>Arthur Vermeeren (2.v.r.) bescherte den „Teufelchen“ den 1:0-Siegtreffer.</p>
Arthur Vermeeren (2.v.r.) bescherte den „Teufelchen“ den 1:0-Siegtreffer. | Foto: belga

Rechtsverteidiger Kyriani Sabbe sprach nach der Begegnung von einem „dringend benötigten Sieg“. Dabei war die Partie lange Zeit von Vorsicht geprägt. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, klare Torchancen blieben zunächst Mangelware. „In der ersten Halbzeit waren wir zu lasch und zu langsam im Ballbesitz, defensiv gab es aber nichts zu beanstanden“, analysierte Sabbe im Nachgang der Partie. Bis auf einige Standardsituationen habe man kaum etwas zugelassen.

Nach der Pause nahm die Partie an Fahrt auf. Vor allem Belgien kam jetzt besser ins Spiel: „Ihr Pressing war weniger intensiv, wir konnten uns besser befreien und haben mehr Räume gefunden“, so Sabbe.

Die große Chance zur Führung bot sich in der 65. Minute, als Romeo Vermant per Elfmeter antreten durfte. Doch der Angreifer von Club Brügge scheiterte an der Latte. „Es ist schade, dass wir den Strafstoß vergeben, aber wir haben weiter daran geglaubt“, betonte Sabbe.

Dieser Glaube wurde schließlich belohnt: Kurz vor Schluss setzte sich Vermeeren im Strafraum durch und traf aus kurzer Distanz zum viel umjubelten Siegtreffer. „Danach waren es noch zehn lange Minuten, in denen man einfach hofft, dass es reicht“, sagte Sabbe. „Der Sieg war wirklich enorm wichtig.“

Viel Rotation – klare Reaktion

Auffällig war die personelle Veränderung im Vergleich zur 0:1-Niederlage im Hinspiel im November: Gleich acht neue Spieler standen dieses Mal in der Startelf. Nur Torhüter Mike Penders, Verteidiger Matte Smets und Torschütze Vermeeren waren erneut von Beginn an dabei.

Für Sabbe ist diese Rotation jedoch typisch für die U21: „Es kommen immer Spieler dazu oder rücken in die A-Nationalmannschaft auf. Aber wir haben eine sehr gute Generation.“ Entscheidend sei vorwiegend die Entwicklung als Team: „Das braucht Zeit. Wir müssen daraus lernen und es im nächsten Spiel besser machen.“

Blick nach vorne

Mit dem Sieg verschaffen sich die „Teufelchen“ eine gute Ausgangslage im Rennen um die EM-Endrunde 2027. Der Gruppensieger qualifiziert sich direkt, der Zweitplatzierte muss den Umweg über die Play-offs nehmen.

Weiter geht es für Belgien im September mit Heimspielen gegen Belarus und Wales, ehe Anfang Oktober ein schwieriges Auswärtsspiel in Dänemark wartet. (calü)

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