Der Vervierser Bürgermeister erklärte, er wolle eine Reflexion über eine stärkere Zentralisierung des Managements der Polizeizonen im Bezirk anstoßen, mit dem Ziel einer besseren Rationalisierung und Effizienz. „Die bürgernahe Polizei muss eine Priorität bleiben. Die Aufgaben in den ländlichen Polizeizonen sind nicht dieselben. Wir müssen daher über Themen wie das administrative Handeln der Polizei oder die Gebietsabdeckung der Zonen nachdenken, die insgesamt 210.000 Einwohner umfassen“, erläuterte er.
Bei den Zahlen war das Jahr 2025 insbesondere durch einen jährlichen Anstieg der Protokolle im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten (+18,5 Prozent), eine Zunahme der Diebstähle aus Fahrzeugen (+10,8 Prozent) sowie einen Rückgang der Einbrüche und Einbruchsversuche in Wohnhäusern (-14,5 Prozent) geprägt, teilten Maxime Degey und Polizeichef Alain Barbier mit. Zudem wurde nur ein Todesfall infolge eines Verkehrsunfalls verzeichnet.
„Bei den Betäubungsmitteln würden selbst 300 zusätzliche Polizisten nicht viel verändern. Deshalb versuchen wir, das kriminelle System so weit wie möglich zu stören“, räumte Alain Barbier ein. Die Polizeizone Vesdre registrierte im vergangenen Jahr 35.196 Notrufe, 25.204 disponierte Einsätze und 6.581 eingereichte Anzeigen.
Der Polizeichef hob außerdem den Anstieg der häuslichen Gewalt hervor, die im Jahresvergleich um 8,8 Prozent zugenommen hat. „Häusliche Gewalt nimmt einen großen Teil unserer Zeit in Anspruch. Das bedeutet, dass unsere Arbeit mit den Partnern wirksam ist, aber es ist bedauerlich festzustellen, dass es solche Taten auch heute noch gibt“, erklärte er.
Während Wohnhäuser seltener von Diebstählen betroffen waren, unter anderem dank eines schnelleren und wirksameren Eingreifens der Sicherheitskräfte, bleiben Fahrzeuge stärker im Visier. „Ein neues Phänomen wurde beobachtet: Täter nehmen den letzten Zug, um in die Zone zu gelangen, schlagen nachts Scheiben ein und fahren am Morgen mit dem ersten Zug wieder zurück“, berichtete Alain Barbier weiter.
Bei dieser Gelegenheit stellte die Polizeizone auch neue Einsatzfahrzeuge vor, die die bestehende Flotte ergänzen sollen. Bis 2027 soll diese um ein neues Motorrad erweitert werden, um die Gebietsabdeckung zu verbessern. Außerdem sollen Fahrräder sowie zwei weitere Fahrzeuge hinzukommen.
Für die Zukunft zählt zu den großen Herausforderungen der Polizeizone Vesdre die Anpassung der Zellen des Polizeigebäudes in Heusy an die geltenden Normen. Auch der Empfangsbereich soll neu konzipiert und die Polizeipräsenz im Stadtzentrum neu organisiert werden. (belga/jj)

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