Für die belgische Nationalmannschaft geht es in den kommenden Tagen jedoch um mehr als nur das Resultat. Mit Blick auf die Weltmeisterschaft (11.06 bis 19.07.2026) will das Team vor allem an der eigenen Form arbeiten und den Zusammenhalt stärken. „Wir wollen vor allem wissen, wo wir stehen, und ein Gruppengefühl entwickeln, weil die WM näher rückt“, so De Ketelaere. „Und natürlich will jeder den Sieg holen, auch wenn es ein Freundschaftsspiel ist. Denn gewinnen fühlt sich einfach besser an – das lässt eine Mannschaft wachsen.“
Die Testspiele seien deshalb von großer Bedeutung: „Als Nationalteam hat man nicht viele Gelegenheiten, sich vorzubereiten. Deshalb sind solche Spiele wichtig für das Gefühl auf dem Platz.“
De Ketelaere hatte sich im vergangenen Herbst in Abwesenheit des verletzten Romelu Lukaku zeitweise als sogenannte „falsche Neun“ im Sturmzentrum etabliert. Diese Rolle liegt ihm offenbar: „Die Position gefällt mir. Wir haben viele spielstarke Offensivspieler und Mittelfeldspieler. Auch im Training spiele ich oft dort. Es macht Spaß, weil ich diese Rolle in den letzten Jahren nicht so oft hatte.“

Dennoch bleibt er flexibel, was seine Aufgabe im Team betrifft. „Am Ende hängt alles davon ab, wie der Trainer mich einsetzen will. Aber ich habe das Gefühl, dass ich in dieser Qualifikationsphase erstmals eine wichtige Rolle spielen konnte – das gibt mir ein gutes Gefühl.“
Im Vergleich zu seinem Klub unterscheidet sich seine Rolle bei den Roten Teufeln jedoch spürbar. „Es ist anders als bei Atalanta Bergamo. Dort gestalte ich das Spiel mehr selbst, während ich bei der Nationalmannschaft oft erst später am Ball bin. Im Verein fühle ich mich stärker dafür verantwortlich, das Spiel an mich zu reißen. Bei den Roten Teufeln übernehmen das andere Spieler.“ (belga/calü)

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