Luc Frank betont: „Deutschsprachige sind keine Wallonen“

<p>Luc Frank</p>
Luc Frank | Foto: David Hagemann

Der deutschsprachige Kammerabgeordnete Luc Frank (CSP/Les Engagés) reagierte umgehend und widersprach entschieden.

Für ihn ist die Botschaft klar: „Solche Äußerungen zeigen, dass immer noch Abgeordnete in der Kammer die deutschsprachige Realität nicht kennen und unterstreichen, wie wichtig es ist, auf föderaler Ebene vertreten zu sein.“ Besagte Szene spielte sich im Kammerausschuss für institutionelle Reformen ab. Dort hatte Premierminister Bart De Wever (N-VA) zuvor erklärt, bestimmte sozialpolitische Maßnahmen würden Wallonen, Flamen und – wie er auf Deutsch hinzufügte – auch den Deutschsprachigen zugutekommen. François De Smet griff dies auf und argumentierte später, die deutschsprachigen Gemeinden lägen schließlich in der Wallonischen Region. Luc Frank zeigt sich darüber sichtlich irritiert und stellt klar, dass diese Gleichsetzung nicht der Realität entspreche. Unterstützung erhielt er dabei auch von Premier De Wever, der die Aussage De Smets scharf zurückwies. „Die Deutschsprachigen sind keine Wallonen“, entgegnete er und sprach davon, das sei „beinahe Kolonialismus“. Im Anschluss an die Sitzung im Kammerausschuss sei es zu einem längeren Austausch zwischen François De Smet und Luc Frank gekommen, so der deutschsprachige Kammerabgeordnete. Dabei habe er erneut die Besonderheiten der Deutschsprachigen Gemeinschaft sowie deren politische Positionen deutlich gemacht, so Luc Frank. Für ihn unterstreicht der Vorfall vor allem eines: Die Deutschsprachige Gemeinschaft müsse ihre Stimme auf föderaler Ebene weiterhin klar und selbstbewusst einbringen. (red/sc)

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