Und es könnte kein Einzelfall bleiben: Auch in den kommenden Tagen sind ähnliche Zwischenstopps nicht ausgeschlossen, teilten die Verantwortlichen des Lütticher Flughafens mit.
Hintergrund ist ein akuter Engpass bei Kerosin. Laut Flughafen-Sprecher Christian Delcourt liegt das Problem nicht an der Infrastruktur vor Ort, sondern an den Lieferketten zwischen Ölgesellschaften und Fluggesellschaften. „Unsere Aufgabe besteht darin, den Treibstoff zu lagern und entsprechend der Nachfrage an die Flugzeuge zu liefern“, erklärte er.
Paradox dabei: Der Flughafen wird nach eigenen Angaben zum Opfer seines Erfolgs. Das starke Wachstum bei Frachtvolumen und Flugbewegungen habe den Kerosinverbrauch deutlich steigen lassen. Die auf dem Gelände tätigen Ölunternehmen hätten den Bedarf offenbar unterschätzt.
Von einem Stillstand könne jedoch keine Rede sein, betont Delcourt. „Es handelt sich weder um eine Panne noch um einen Ausfall. Wir hoffen, die Situation bis Ende der Woche wieder unter Kontrolle zu haben.“ Wie viele Flüge konkret betroffen sind, ließ der Sprecher offen.
Der Lütticher Airport wird derzeit über eine Pipeline sowie per Lkw mit Treibstoff versorgt. Eine dritte Lieferoption – per Schiff aus dem Hafen von Antwerpen über den Albertkanal – wurde zwar Anfang Februar angekündigt, ist bislang jedoch noch nicht einsatzbereit. (calü)

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