Hilligsmann war der Passio Christi seit Kindheitstagen verbunden. Bereits als Junge stand er mit den Gründern der Kelmiser Passionsspiele auf der Bühne, eine Erfahrung, die ihn sein Leben lang prägte und seine Verbundenheit mit dieser Tradition begründete. Über Jahrzehnte wuchs er vom Darsteller zum Regisseur heran. Insgesamt war er 50 Jahre lang Teil der Passionsspiele und leitete sie drei Mal als Regisseur. Bei der letzten Ausgabe 2023, die unter dem Leitgedanken „Bedingungslose Liebe“ stand, war er gemeinsam mit Marcel Henn und Raymond Schroers der Kopf der Regie. Die Inszenierung hatte das Ensemble in den Jahren zuvor überarbeitet, neue Szenen eingefügt und bestehende erneuert. Dass es sein letzter Einsatz in dieser Verantwortung sein würde, ahnte Hilligsmann selbst. „Da es für mich persönlich wahrscheinlich die letzten Spiele in Verantwortung sein werden, wünsche ich mir selber und allen Mitwirkenden ein reichhaltiges Erlebnis inmitten der Passionsfamilie“, hatte er im Vorfeld gesagt. Die Kelmiser Passionsspiele wurden 1936 ins Leben gerufen. (max)

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