Lidl prüft Sonntagsöffnungen in Belgien

<p>Nach Delhaize und Carrefour: Lidl könnte hierzulande bald sonntags öffnen.</p>
Nach Delhaize und Carrefour: Lidl könnte hierzulande bald sonntags öffnen. | Foto: afp

Wie Lidl mitteilt, befinde man sich aktuell in einem „konstruktiven Dialog“ über mögliche Sonntagsöffnungen. Hintergrund seien tiefgreifende Veränderungen im Einzelhandel: Kundenerwartungen wandelten sich, Flexibilität werde immer wichtiger. Das Unternehmen wolle sich daher frühzeitig für die Zukunft aufstellen.

Allerdings betont Lidl, dass sich die Gespräche noch in einer frühen Prüfphase befinden. Konkrete Entscheidungen seien bislang nicht gefallen.

Mit diesem Schritt würde Lidl anderen großen Handelsketten wie Albert Heijn, Delhaize und Carrefour folgen, die bereits teilweise auf Sonntagsöffnungen setzen. Für einen Discounter wäre dies jedoch ein Novum: Konkurrent Aldi hält bislang weiterhin an der klassischen Regelung ohne Sonntagsbetrieb fest.

ACV Puls macht unterdessen deutlich, dass Sonntagsarbeit nur unter klaren Bedingungen akzeptabel sei. Sie müsse freiwillig bleiben und angemessen vergütet werden. Ziel sei es, möglichst vor dem Sommer zu einer Einigung zu kommen.

Auch Lidl hebt hervor, dass das Wohl der Beschäftigten im Mittelpunkt stehe. Eine gesunde Balance zwischen Berufs- und Privatleben sei unverzichtbar. „Weitere Schritte werden erst dann in Betracht gezogen, wenn wir sicher sind, dass sich alles fair und ausgewogen organisieren lässt“, betont das Unternehmen.

Der Vorstoß erhöht zugleich den Druck auf den Marktführer Colruyt. Dort hält man jedoch an der bisherigen Linie fest: Die Kette bleibe vorerst sonntags geschlossen, da dies derzeit wirtschaftlich nicht tragfähig sei. Andere Formate der Gruppe, etwa die Nachbarschaftsläden von Okay, sind hingegen bereits am Sonntag geöffnet. Darauf wolle man sich vorerst konzentrieren, heißt es. (belga/calü)

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