Mehr Beschwerden über Rassismus im Amateurfußball

<p>Immer häufiger melden Fußballverbände unangemessenes Verhalten und Diskriminierung rund um Amateurspiele.</p>
Immer häufiger melden Fußballverbände unangemessenes Verhalten und Diskriminierung rund um Amateurspiele. | Foto: belga

Neben Vorfällen am Spielfeldrand geraten zunehmend auch soziale Netzwerke in den Fokus. „Wir erhalten immer mehr Beschwerden über das, was online passiert“, erklärte Nicolas Hemelhof, Leiter der Sozialabteilung der ACFF, der Nachrichtenagentur Belga. Vor allem beleidigende Nachrichten oder Einschüchterungen, etwa über WhatsApp, würden häufiger gemeldet.

Dennoch könnten soziale Medien in manchen Fällen auch helfen, Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen, betont Hemelhof. So sei es etwa vor einem Spiel zwischen zwei Jugendmannschaften zu Spannungen in sozialen Netzwerken gekommen. Nachdem die Vereine davon erfahren hatten, griffen sie ein und konnten die Situation beruhigen.

Auch in Flandern ist die Zahl der Meldungen gestiegen. Der flämische Fußballverband Voetbal Vlaanderen registrierte 713 Meldungen über unangemessenes Verhalten im Jahr 2025. Das entspricht einem Anstieg von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den gemeldeten Vorfällen rangiert Diskriminierung ebenfalls weit oben: Insgesamt wurden 580 entsprechende Beschwerden registriert, was einer Zunahme von 3,4 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. (belga/rt)

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