Von den anwesenden Parteimitgliedern stimmten 584 für Leroy und Vanden Burre. Es gab 12 Gegenstimmen und 18 Enthaltungen. Seit dem Konflikt zwischen den früheren Co-Vorsitzenden Marie Lecocq und Samuel Cogolati im vergangenen November war die Partei von einem Leitungsgremium geführt worden, dem die Fraktionsvorsitzenden in den verschiedenen Parlamenten sowie die Europaabgeordnete Saskia Bricmont angehörten.
Seit Sonntag verfügt Ecolo nun wieder über eine vollständige Parteiführung – mit einer früheren Staatssekretärin für Chancengleichheit und dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der Partei in der Kammer. Das Duo war bereits 2024 angetreten, damals gaben die Mitglieder jedoch dem Tandem Cogolati–Lecocq den Vorzug. Zu jener Generalversammlung waren noch mehr als 800 Mitglieder erschienen, am Sonntag rund 600. Leroy stammt aus der Provinz Hennegau und arbeitete im Bildungsbereich, bevor sie 2019 in die Kammer gewählt wurde. 2023 trat sie der Regierung De Croo bei und ersetzte Sarah Schlitz als Staatssekretärin für Geschlechtergleichstellung, Chancengleichheit und Diversität. Vanden Burre arbeitete zuvor in der Privatwirtschaft, unter anderem bei der CBC Bank und bei Umicore, bevor er 2015 als Nachfolger von Zakia Khattabi in die Kammer einzog. 2019 wurde er wiedergewählt und 2020 Fraktionsvorsitzender von Ecolo-Groen. Sowohl Leroy als auch Vanden Burre verloren ihr Mandat bei der Wahlniederlage der Partei im Jahr 2024. „Politik ist einfach: Es geht darum, die Spielregeln zu ändern, wenn sie unfair sind. Wir werden sie ändern“, sagte Leroy nach ihrer Wahl. Sie kündigte an, gegen Ungleichheit kämpfen zu wollen und gegen eine Welt, in der alles auf Wettbewerb reduziert werde. Das Duo wolle sich für „mehr Sinn, Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Verbundenheit“ einsetzen. (belga/sc)

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