Acht Abiturienten aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft hatten sich für das Rhetorika-Finale qualifiziert. Die Finalisten mussten ihre Reden am Morgen des Finaltages selbst verfassen, nachdem sie aus drei zugelosten Themen eines ausgewählt hatten. Am Abend präsentierten sie ihre rund achtminütigen Reden vor Publikum und Jury im Kino Scala. Anschließend mussten sich die Kandidaten spontan zu einem Zitat äußern, das ihnen der Juryvorsitzende, DG-Unterrichtsminister Jérôme Franssen, vorlas. Mathéo Palm überzeugte Jury und Publikum mit dem Thema: „Immer vernetzt, immer allein – Die paradoxe Einsamkeit der digitalen Generation“. Jana Jonas hatte das Redethema: „Dauerbrenner Mobbing - der nie endende Fiebertraum“, während Farrah Assouli über das Thema „Alkoholkonsum - Kultur oder Gruppenzwang?“ sprach.

Die Rhetorika wurde Mitte der 1990er Jahre ins Leben gerufen. Die Idee entstand 1995 in der Juniorenkammer der Wirtschaft Eupen. Ziel war es, Abiturienten aus der DG eine Plattform zu geben, um ihre rhetorischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und den Stellenwert des mündlichen Ausdrucks hervorzuheben. Das erste Finale fand am 10. Februar 1996 im BRF-Funkhaus statt. Seit 2010 organisiert Ocarina Ostbelgien, der Jugenddienst der Christlichen Krankenkasse, den Wettbewerb. Das Finale wird seither abwechselnd im Norden und im Süden der DG ausgetragen. (sc)

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