Van der Kelen prägte das Blatt über viele Jahre hinweg. Von Mitte der 1990er-Jahre bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2013 war er mit seinen täglichen Kommentaren „das Gesicht und die Stimme dieser Zeitung“, schreibt „Het Laatste Nieuws“.
Der Journalist starb im Krankenhaus an Komplikationen nach einer Hüftoperation. Im Januar hatte er sich bei einem Sturz in seinem Haus in Schoten die Hüfte gebrochen. „Am Tag vor seinem Tod schmiedete er noch Pläne, nach Hause zurückzukehren“, zitierte die Zeitung einen seiner Söhne in einem Nachruf. Kollegen beschrieben ihn als ebenso würdevoll wie warmherzig und sensibel. „Er war der liebste Mensch in der Redaktion“, schrieb das Blatt. Seine journalistische Laufbahn begann Van der Kelen 1972 in Antwerpen bei der Zeitung „De Nieuwe Gazet“, der früheren Antwerpener Schwesterzeitung von „Het Laatste Nieuws“. 1991 wurde er dort Chefredakteur. Später wechselte er zu „Het Laatste Nieuws“, wo er Chef der politischen Redaktion wurde. In dieser Funktion war er über Jahre hinweg das prägende Gesicht der politischen Berichterstattung und Autor der Leitartikel. „Er war die Stimme und das Gesicht von Het Laatste Nieuws, Punkt“, sagte sein Nachfolger Jan Segers. Van der Kelen habe eine natürliche Autorität ausgestrahlt. „Viele dachten sogar – fälschlicherweise –, er sei Chefredakteur der Zeitung gewesen.“ (belga/sc)

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