Neuer Anbieter für Mahlzeitschecks: Payflip will Markt in Belgien aufmischen

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Sind die Köpfe hinter dem Projekt: Maura Nachtergaele, Filip Van Doninck und Jon Lopez Garcia. | Foto: Payflip

Payflip will nach eigenen Angaben frischen Wettbewerb in einen Markt bringen, der seit Jahren weitgehend von den gleichen Akteuren dominiert wird. Das Unternehmen kritisiert, dass sich der Sektor der Mahlzeitschecks mit einem jährlichen Volumen von rund vier Milliarden Euro in den vergangenen 15 Jahren kaum weiterentwickelt habe. Dies habe zu „Innovationsstillstand und wenig transparenten Gebührenstrukturen“ geführt.

„Mahlzeitschecks sind das am häufigsten genutzte Zusatzgehalt in Belgien, doch Technologie und Kostenstruktur haben sich kaum verändert“, erklärt Payflip-CEO Maura Nachtergaele. „Mit dieser Lizenz zeigen wir, wie modern, offen und benutzerfreundlich Essensgutscheine sein können.“

Das Geschäftsmodell des Brüsseler Scale-ups unterscheidet sich von jenem der etablierten Anbieter. Arbeitgeber sollen künftig einen festen monatlichen Betrag zahlen – unabhängig von der Anzahl der Transaktionen oder dem Gesamtwert der ausgegebenen Essensgutscheine. Die Konkurrenz arbeitet dagegen meist mit volumenabhängigen Gebühren oder prozentualen Abgaben auf Transaktionen.

Zudem verspricht Payflip, dass Händler keine Gebühren zahlen müssen, wenn Kunden mit den Gutscheinen bezahlen.

Die Einführung der neuen Essensgutscheine ist für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant. Arbeitnehmer sollen sie bei allen Geschäften nutzen können, die Mastercard akzeptieren. Bezahlt werden kann entweder mit einer physischen Karte oder über Apple Pay beziehungsweise Google Pay.

Payflip wurde 2020 gegründet und ist auf flexible Vergütungssysteme spezialisiert. Nach eigenen Angaben nutzen bereits mehr als 50.000 Arbeitnehmer die Plattform für Angebote wie Fahrradleasing, Versicherungen, Mobilitätsbudgets oder andere Zusatzleistungen. (belga/calü)

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