Neues immersives Erlebnis im Fort Eben-Emael

<p>Verteidigungsminister Theo Francken war am Dienstag im Fort Eben-Emael zu Gast.</p>
Verteidigungsminister Theo Francken war am Dienstag im Fort Eben-Emael zu Gast. | Foto: privat

Es handelt sich um ein immersives Erlebnis, das Geschichte, Erinnerung und Technologie miteinander verbindet. „Ich hoffe, dass möglichst viele Bürger und Schüler die Festung besuchen werden, damit wir weiterhin an das Opfer dieser Soldaten erinnern. Das Museum ist fantastisch und deckt ein besonders breites Spektrum ab“, erklärte der Minister.

Im fünf Kilometer langen Stollen der Festungsanlage ist ein neuer Saal entstanden. Dank einer immersiven Projektion kann das Publikum dort den Angriff deutscher Soldaten auf die Festung am 10. Mai 1940, einem historischen Tag für Belgien, nacherleben. Ein Film, der diesen Moment nachzeichnet, wird in 180 Grad auf eine große Wand projiziert.

Der Zuschauer wird dann dank computergenerierter Bilder, die den Luftangriff nachzeichnen, in Kombination mit im Fort gedrehten Nachstellungen in die Geschichte entführt. Die angespannte Atmosphäre wird durch Kanonengeräusche und Sirenen, Musik und die Vibrationen in dieser unterirdischen Kaserne noch verstärkt.

Der etwa 15-minütige Film bietet eine historisch akkurate Nachstellung. Er endet mit einem Archivbild, das von den Deutschen nach der Einnahme der Festung aufgenommen wurde. Er würdigt auch die 26 Soldaten, die bei dem Angriff getötet wurden.

Das Erlebnis wurde „Granit’s Attack at Dawn“ genannt, in Anlehnung an den Codenamen „Granit” der deutschen Eliteeinheit, die die Operation durchgeführt hat. Das neue Angebot befand sich bereits seit fast einem Monat in der Testphase.

„So konnten wir sehen, ob alles gut funktioniert. Und alle Besucher, die wir bisher hatten, sind sehr positiv gestimmt“, freut sich Marcel Verhasselt, Vizepräsident der VoG Fort d’Eben-Emael. Die Kosten für diese neue Attraktion belaufen sich auf 100.000 Euro, von denen die Hälfte von der Nationallotterie übernommen wurde.

Weitere Projekte wie die Renovierung bestimmter Räume oder die Installation eines Segelflugzeugs auf der Oberfläche der Festung werden bald umgesetzt. (belga/ab)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment