Viele Besucher suchten am ersten Messetag gezielt das Gespräch mit Fachleuten aus der Branche. Banken, Immobilienmakler, Bauunternehmen und Handwerksbetriebe standen für Fragen bereit und informierten über aktuelle Entwicklungen am Markt. Die IMO kann am Samstag noch bis 18 Uhr besucht werden. Am Sonntag öffnet die Messe erneut von 10 bis 18 Uhr ihre Türen.
Ein Thema, das viele Besucher beschäftigt, sind die steigenden Baukosten. Marisa Jansen von der KBC Bank bestätigte, dass sich diese Entwicklung deutlich in der Finanzierung von Bauprojekten bemerkbar mache. „Man sieht natürlich in den letzten Jahren, dass die Preise generell sehr stark gestiegen sind“, erklärte sie. Für viele Bauherren habe das konkrete Folgen: „Deswegen ist es auch so, dass die meisten noch mal was nachschießen müssen und sich dann noch mal bei uns melden für eine Nachfinanzierung.“
Umso wichtiger sei eine sorgfältige Vorbereitung. „Auf jeden Fall eine gute Planung, sich mit dem Architekten gut absprechen und nicht zu knapp planen“, betont sie. Die Messe biete zudem eine gute Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Bankberatern. Viele Besucher erkundigen sich nach den Voraussetzungen für einen Wohnkredit oder nach den notwendigen Unterlagen.

Auch Handwerksbetriebe nutzen die IMO, um Trends und Entwicklungen im Bau- und Wohnbereich vorzustellen. Patrick Heinen von der Schreinerei Heinen beobachtet derzeit eine Rückkehr zu natürlichen Materialien und klaren Formen. „Wir sehen im Innenausbau, dass wieder runde Formen zurückkommen“, sagt er. Viele Trends kämen aus dem internationalen Designbereich und erreichten Ostbelgien oft etwas später. „Wir besuchen jedes Jahr die Messe in Mailand und schauen, was die neuen Trends sind. Meistens kommen die Trends hier bei uns ein oder zwei Jahre später an.“ Auch Nachhaltigkeit spiele eine immer größere Rolle: „Die Kunden fragen danach und viele Designmarken führen Recyclingprodukte ein“, erklärt Heinen. „Das Bewusstsein dafür wird immer größer und da ist klare Nachfrage.“ Für viele Unternehmen steht auf der IMO vor allem der persönliche Austausch im Vordergrund. „Wir treffen hier Kunden von uns, knüpfen neue Kontakte. Es ist keine reine Verkaufsmesse – das Geschäft entsteht meist erst später.“
Immobilienmakler präsentieren auf der Messe gleichzeitig konkrete Angebote aus der Region. Jennifer Bielen von HOB Real Estate stellt verschiedene aktuelle Objekte vor. „Wir präsentieren in allererster Linie unsere ganz brandaktuellen Objekte, die zurzeit auf dem Markt sind“, erklärt sie. Das Angebot reiche „vom kleinen Altbauhaus bis zu einem Naturweiher“.

Ein besonderes Highlight ist dabei eine digitale Präsentation eines Neubauprojekts. „Der Besucher hat die Möglichkeit, mit der VR-Brille einen virtuellen Rundgang zu machen“, erklärt sie. „Damit bekommt der Kunde ein Raumgefühl, wie das Appartement wirkt, anstatt es nur auf Papier zu sehen.“
Auch die Entwicklung des Immobilienmarktes selbst bleibt ein wichtiges Gesprächsthema auf der Messe. „Der Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren schon relativ stark entwickelt“, erklärte Kevin Dederichs von HOB Real Estate. Käufer legten heute zunehmend Wert auf bestimmte Kriterien: „Die Käufer achten immer mehr auf die Lage und auf die Qualität. Dadurch entstehen auch größere Preisunterschiede.“

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