Premiere im Hohen Venn: Weismes wird im Mai UCI-Austragungsort

<p>Im Mai feiert das neue UCI-Rennen „À Travers les Hautes Fagnes“ in Weismes seine Premiere.</p>
Im Mai feiert das neue UCI-Rennen „À Travers les Hautes Fagnes“ in Weismes seine Premiere. | Foto: Société Flèche Ardennaise

Die Einführung des neuen Rennens steht im Zusammenhang mit strukturellen Veränderungen im internationalen Radsport. Kontinental- und Development-Teams reisen aufgrund steigender logistischer Kosten zunehmend seltener für einzelne Renntage an.

Um weiterhin ein hochwertiges Teilnehmerfeld zu gewährleisten, hat sich der Veranstalter zur Organisation eines zweitägigen Rennformats entschlossen. „À Travers les Hautes Fagnes“ wird dabei am Mittwoch ausgetragen, gefolgt von der Flèche Ardennaise (ebenfalls UCI 1.2) am Donnerstag, 7. Mai. Ziel dieser Kombination ist es auch, die Zukunft der Flèche Ardennaise, des ältesten UCI-Klasse-2-Klassikers in Belgien, langfristig zu sichern.

Als Austragungsort für das neue Rennen wurde Weismes gewählt. Die Region im Herzen des Hohen Venns bietet laut Veranstalter ideale Voraussetzungen für den Radsport, darunter anspruchsvolle Straßen sowie landschaftliche Vielfalt mit Hochmooren, Heideflächen, Wäldern und Flusstälern. Die Strecke führt unter anderem über das „Dach Belgiens“, das zugleich als symbolischer Bezugspunkt für den Namen der Veranstaltung dient.

Der rund 150 Kilometer lange Parcours weist einen maximalen Höhenunterschied von etwa 2.000 Metern auf. Während die erste Rennhälfte als vergleichsweise schnell beschrieben wird und frühe Angriffe begünstigen soll, gilt das Finale als deutlich selektiver und richtet sich insbesondere an Puncheure und offensive Fahrer.

Die Organisation von zwei UCI-Klasse-2-Rennen an aufeinanderfolgenden Tagen stellt laut Veranstalter eine erhebliche logistische, sportliche und personelle Herausforderung dar. Diese werde jedoch bewusst angenommen, um den Radsport zu fördern, Nachwuchstalente zu entwickeln und die Provinz Lüttich international stärker zu positionieren.

Beide Rennen finden im Jahr 2026 ausnahmsweise unter der Woche statt – eine Premiere in der Geschichte der Organisation. Grund für diese Terminierung sind kalenderbedingte Zwänge in einem dicht gefüllten nationalen und internationalen Rennkalender. Ab 2027 strebt der Veranstalter eine Rückkehr zu den üblichen Wochenendterminen an. (red/jj)

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