Freddy Mockel fordert robuste Strategie für die Wallonie

<p>Freddy Mockel im wallonischen Parlament: Der deutschsprachige Regionalabgeordnete (Ecolo) fordert eine integrierte Industriepolitik für mehr wirtschaftliche Souveränität und geringere Energieabhängigkeit.</p>
Freddy Mockel im wallonischen Parlament: Der deutschsprachige Regionalabgeordnete (Ecolo) fordert eine integrierte Industriepolitik für mehr wirtschaftliche Souveränität und geringere Energieabhängigkeit. | Foto: belga

Standortverlagerungen, unlauterer Wettbewerb, die Abhängigkeit vom Erdöl und von strategischen Komponenten: Die Wirtschaft im Süden des Landes sei zu anfällig für externe Schocks und Preisschwankungen, so Mockel.

Für Ecolo ist daher ein grundlegender Kurswechsel erforderlich: Strategisch wichtige Produktionen sollen wieder in der Region angesiedelt, der Zugang zu sauberer Energie gesichert und die öffentliche Auftragsvergabe stärker auf europäische Hersteller ausgerichtet werden. Ziel sei es, wirtschaftliche Souveränität zurückzugewinnen und zugleich den CO₂-Fußabdruck des Transportwesens deutlich zu reduzieren.

Konkret fordert Freddy Mockel von der Regierung einen klar formulierten operativen Plan, um die Energiekosten dauerhaft zu kontrollieren und den Ausstieg der Industrie aus dem fossilen Zeitalter zu begleiten. „Wir müssen die Kontrolle zurückgewinnen. Das bedeutet, eine widerstandsfähigere, weniger abhängige und zukunftsorientierte Wirtschaft aufzubauen. Die ökologische Wende ist eine Chance, unsere Arbeitsplätze zu schützen, unsere Souveränität zu stärken und eine nachhaltige Entwicklung für die Wallonie zu sichern“, wird der Ecolo-Politiker in einer Mitteilung zitiert.

Zudem plädierte er dafür, die wieder eingeführte Motorensteuer sowie die Grundsteuer auf Material und Werkzeuge abzuschaffen. Hier habe die MR-Les-Engagés-Regierung „mit viel Inkompetenz viel Porzellan“ zerschlagen. Das Vertrauen der Industrie müsse wiederhergestellt werden, indem stabile Rahmenbedingungen für Investitionen garantiert würden. Zwar habe der Minister verschiedene Maßnahmen genannt, doch fehle weiterhin eine integrierte Gesamtstrategie. (red/sc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment