In der Tat war es zunächst einmal „ein Schritt ins Ungewisse, selbst wenn die Ermutigung aus der Branche von Beginn an groß war“. Und so hob sich am 14./15. Mai 2016 der Vorhang zur Premiere - zunächst im Alten Schlachthof, in der Zwischenzeit in der EastBelgica Eventlocation im vormaligen Plaza.
„Wenn ich heute zurückblicke, darf ich in aller Bescheidenheit sagen, dass wir mit dieser Initiative nicht allzu viel falsch gemacht haben“, so ein im Nachgang zufriedener Direktor am Eupener Marktplatz.
Sicherlich sei das seinerzeit „ein ebenso ungewöhnlicher wie gewagter Schritt“ gewesen, räumt er freilich ein. Der aber letztlich bestens ins seither deutlich erweiterte Portfolio von GE-Media passt(e).
Denn… Tradition verkauft keine Zeitungen und generiert keine Anzeigen. Oder drastischer formuliert: Tradition allein sichert nicht die zwischendurch recht sensible wirtschaftliche Existenz des GrenzEcho als Tageszeitung - die im kommenden Jahr immerhin hundertsten Geburtstag feiern kann.
Und so wurde u.a. die Messe-Aktivität in den vergangenen Jahren zu „einem wichtigen Schaufenster für die Tageszeitung als Unternehmen in und für Ostbelgien“. Zunächst einmal werde, so Oli Verdin, mit derart erfolgreichen Projekten „dem Werbekunden eine interessante Plattform“ offeriert. Nicht weniger wichtig sei aber „die Chance zur Stärkung unserer langjährigen gewerblichen Verankerung vor Ort und zur interaktiven Festigung unserer Leserbindung“.
Ermutigung aus der Branche sofort groß
Und zwar ungeachtet rein kommerzieller Überlegungen, „selbst wenn solche Events uns die Möglichkeit geben, anderswo weggebrochene Einnahmen zumindest teilweise zu kompensieren“. Kurzum: Am Marktplatz in Eupen hat sich schon früh die Erkenntnis durchgesetzt, „dass wir einfach neue Türen aufstoßen müssen, um mit zeitgemäßen Konzepten langfristige wirtschaftliche Perspektiven aufzuzeigen.“
Wichtig ist dem Direktor von GE-Media (der seine gesamte berufliche Karriere seit Mitte der siebziger Jahre am Marktplatz durchlaufen hat) zudem die Erfahrung, „dass ein solch bewährtes Event in der Zwischenzeit zu einer Plattform aufgestiegen ist, die die Menschen in Ostbelgien zusammenbringt“.
Und… wertvoller noch, ebenfalls die Betriebe. Immerhin haben im Laufe der Jahre Aussteller aus der Eifel den Weg zur Messe nach Eupen gefunden und umgekehrt.
„Ein Austausch, der in einer solch überschaubaren Region wie Ostbelgien somit doppelt zielführend ist. Zumal auch das Immobiliengewerbe die virtuelle Grenze (für manche lange Zeit auch eine „Mauer“) bei Botrange längst eingerissen hat.“ Und das frühe und rege Interesse „hat uns in unserer unternehmerischen Ansicht bestärkt, hier auf dem richtigen Weg zu sein. Im Dienste eines Marktes, der zuletzt erhebliche Turbulenzen durchleben musste.“
Hintergrund: Entspannung nur kurzlebig
Wohin geht die Reise auf dem Kreditmarkt? Eine Frage, die sich in dem noch jungen Jahr 2026 nicht nur interessierte Bauherren oder Käufer stellen… Immerhin lag der Zinssatz im Januar für einen Kredit über fünfundzwanzig Jahre genauso hoch wie eingangs 2014, also vor zwölf Jahren. Aktuell zeichnen zumindest ein paar Anbieter ein leicht zuversichtlicheres Bild - jedoch bestenfalls für einige Wochen. Demnach pendelten sich die Zinsen für einen Kredit in vorgenannter Laufzeit (derzeit bei vielen Banken die Norm) zwischen 3,20 und 3,45 Prozent ein. „Für vorbildliche Dossiers“, wie es explizit heißt, hierunter vor allem ein entsprechender hoher Eigenanteil an der Gesamtfinanzierung. Ein Zinssatz, den Fachleute als recht kurzlebig erachten. Wenngleich die EZB, die Europäische Zentralbank, am 5. Februar die Leitzinsen zum fünften Mal in Folge nicht angetastet hat - mit einem Hauptrefinanzierungssatz von 2,15 Prozent. Wichtig ist zudem die Antwort auf die Frage nach einer weiter anhaltenden Preissteigerung, was vor allem das benötigte Kreditvolumen beständig nach oben treibt.

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren