Gerade zu dieser Jahreszeit steht die Sonne besonders tief – vor allem während der morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten. Die Gefahr, geblendet zu werden, ist dann besonders hoch. Und da rund 90 Prozent aller Informationen im Straßenverkehr über die Augen aufgenommen werden, kann eingeschränkte Sicht schnell fatale Folgen haben.
Neben September und Oktober zählt der Februar zu den unfallträchtigsten Monaten in Bezug auf Sonnenblendung. Diese drei Monate vereinen rund ein Drittel (33 Prozent) aller entsprechenden Unfälle.
Auch subjektiv ist das Problem präsent: 41 Prozent der wallonischen Autofahrer geben an, bereits in eine gefährliche Situation geraten zu sein – oder nur knapp einen Unfall vermieden zu haben –, weil sie von der Sonne geblendet wurden.
Besonders gefährdet: Fußgänger und Radfahrer
Die meisten dieser Unfälle (86 Prozent) ereignen sich zwischen zwei Verkehrsteilnehmern. In fast jedem zweiten Fall (46 Prozent) handelt es sich um seitliche Kollisionen oder Auffahrunfälle – typische Folgen eingeschränkter Sicht.
Mehr als die Hälfte der Opfer (53 Prozent) sind Autoinsassen. Doch Fußgänger und Radfahrer machen fast ein Drittel (30 Prozent) der Betroffenen aus – doppelt so viele wie im Durchschnitt aller Verkehrsunfälle (16 Prozent).
So lässt sich das Risiko senken
Die AWSR empfiehlt, stets eine Sonnenbrille im Fahrzeug mitzuführen, die Windschutzscheibe sauber zu halten, die Geschwindigkeit anzupassen und ausreichend Abstand zu wahren. Zudem sollten Verkehrsteilnehmer stets bedenken, dass sie selbst durch Blendung andere möglicherweise zu spät erkennen – oder umgekehrt ebenfalls übersehen werden könnten.
Mit dem Frühling kehrt die Sonne zurück – doch ein Moment der Unachtsamkeit kann auf der Straße schwerwiegende Folgen haben. (calü)

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