Nationaltrainer Julien Mahé will dennoch nichts von einem Endspiel wissen. „Ich sehe das nicht als Spiel der letzten Chance. Solange wir rechnerisch noch Möglichkeiten haben, müssen wir daran glauben“, betonte der Franzose am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Charleroi. Klar sei aber auch: „Wir haben in diesem Fenster eine Ergebnisverpflichtung.“
Wie schon im November muss Mahé zahlreiche Ausfälle verkraften. Unter anderem fehlen Ismael Bako und Retin Obasohan. „Zwischen der ursprünglichen Liste und den Spielern, die heute hier sind, gab es viele Änderungen durch Absagen und Verletzungen. Das war nicht leicht zu verdauen“, räumte der Coach ein.
Immerhin kehren mit Manu Lecomte und Vrenz Bleijenbergh zwei wichtige Akteure zurück. „Wir brauchen alle unsere Kräfte. Es sind keine einfachen Rahmenbedingungen für uns, aber wir werden alles daransetzen, am Freitag zu gewinnen.“
Trotz der personellen Probleme verlangt Mahé von seiner Mannschaft den gleichen Einsatz und Teamgeist wie zuletzt. Entscheidend werde sein, defensiv stabil zu stehen und mit Aggressivität und Intensität aufzutreten.
Mit Finnland wartet der Vierte der letzten Europameisterschaft – eine seit Jahren eingespielte Mannschaft. „Wir treffen auf einen Gegner, der sich bestens kennt. Wir müssen in kurzer Zeit verstehen, wie wir dieses Spiel gewinnen können“, so Mahé. „Wir brauchen mindestens einen Sieg – und wir wollen ihn am liebsten schon am Freitag holen.“
Hintergrund: So läuft die WM-Qualifikation 2027 für Belgien
Die Qualifikation für die Basketball-WM 2027 in Qatar ist in Europa zweistufig organisiert. Insgesamt werden zwölf europäische Startplätze vergeben.
Zunächst spielen 32 Teams in acht Vierergruppen gegeneinander (Hin- und Rückspiel). Die jeweils besten drei Teams jeder Gruppe erreichen die zweite Runde. Die Ergebnisse gegen die ebenfalls qualifizierten Teams werden mitgenommen. In Gruppe G liegt Belgien nach zwei Spielen mit zwei Punkten auf Rang vier, hinter Ungarn (4 Punkte), Frankreich (3) und Finnland (3).
In der zweiten Phase werden die 24 verbleibenden Mannschaften zu vier Sechsergruppen zusammengeführt. Dort geht es erneut in Hin- und Rückspielen um die WM-Tickets. Die Top drei jeder Gruppe qualifizieren sich für die Weltmeisterschaft.
Die Belgian Lions müssen also zunächst in seiner Vierergruppe mindestens Platz drei erreichen und sich anschließend in der Sechsergruppe unter den ersten drei behaupten, um das WM-Ticket zu lösen. (calü)

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