Leichenfund in Jalhay: Staatsanwaltschaft identifiziert Verdächtigen

<p>In der Gemeinde Jalhay wurde im Dezember 2025 die Leiche einer niederländischen Frau entdeckt.</p>
In der Gemeinde Jalhay wurde im Dezember 2025 die Leiche einer niederländischen Frau entdeckt. | Foto: belga

Die 1982 geborene Niederländerin, die ebenfalls in den Niederlanden lebte, war am 12. Dezember 2025 am Eingang einer Wiese in Herbiester entdeckt worden – entlang der Straße Tigelot. Ihr Leichnam lag unter einer Hecke verborgen, eingehüllt in einen großen Plastiksack, und war von der Straße aus kaum zu erkennen.

Der Fund hatte einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Die Straße wurde zeitweise gesperrt, damit die Spurensicherung ungestört arbeiten konnte. Eine Autopsie ergab, dass die Frau zwei heftige Schläge gegen den Kopf mit einem stumpfen Gegenstand erlitten hatte. Früh gingen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus, das vermutlich außerhalb Belgiens verübt wurde. Der Leichnam sei demnach erst nach der Tat in Jalhay abgelegt worden.

Unter Leitung des zuständigen Untersuchungsrichters wurde eine internationale Untersuchung eingeleitet – in enger Zusammenarbeit mit niederländischen Justiz- und Polizeibehörden. Im Zuge dieser Ermittlungen geriet ein 1957 geborener niederländischer Staatsangehöriger in den Fokus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebte er mit der Frau zusammen; ob es sich um eine partnerschaftliche Beziehung handelte, war damals jedoch unklar.

Den Erkenntnissen zufolge beging der Mann in den Niederlanden Suizid, noch bevor die Polizei eingreifen konnte – mutmaßlich am selben Tag, an dem er den Leichnam nach Jalhay gebracht und dort abgelegt haben soll. Eine Erklärung für die Tat hinterließ er nicht. Die genauen Hintergründe bleiben daher bislang ungeklärt.

Sobald das Rechtshilfeersuchen abgeschlossen ist, will der Untersuchungsrichter seine Ermittlungen formell beenden und die Akte an die Staatsanwaltschaft übermitteln. (belga/calü)

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