Französische Gemeinschaft plant verpflichtendes Niederländisch ab der Grundschule

<p>Bildungsministerin Valérie Glatigny</p>
Bildungsministerin Valérie Glatigny | Foto: belga

Wie Glatigny am Montag im Sender Bel RTL erklärte, soll der Niederländischunterricht künftig in der gesamten FG ab der dritten Klasse der Grundschule obligatorisch werden. In den frankophonen Schulen in Brüssel ist dies bereits der Fall.

Mit der Reform will die MR-Politikerin die sozio-professionelle Eingliederung junger Menschen fördern – insbesondere mit Blick auf Beschäftigungsmöglichkeiten in Flandern. Zugleich verweist sie auf demokratische Gründe, da Belgien ein mehrsprachiges Land sei.

Im Sekundarunterricht müssten Schüler künftig eine Ausnahmegenehmigung bei der Schulleitung beantragen, wenn sie ihre zweite Sprache wechseln möchten. Eine dritte moderne Fremdsprache – Englisch oder Deutsch – soll ab dem zweiten Sekundarschuljahr beginnen.

Die Umsetzung des Plans setzt ausreichend Lehrkräfte für Niederländisch voraus, ein Bereich, in dem Personalmangel herrscht. Um mehr Germanisten für den Lehrerberuf zu gewinnen, will die Ministerin deren Berufserfahrung aus anderen Sektoren mit bis zu sieben Dienstjahren anrechnen.

Die Reform soll zum Schuljahresbeginn 2027 in Kraft treten. Ab 2030 würde Niederländisch zudem Teil der Prüfungen zum CEB werden.

In den wallonischen Schulen ist das Interesse am Niederländischunterricht in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Rund 70 Prozent der Schüler entscheiden sich inzwischen vorrangig für Englisch. (belga/rt)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment