Nachdem Eupen im eigenen Stadion nicht über ein 1:1 hinauskam, liegt es mit einem Spiel weniger und acht Punkten Rückstand auf die Play-off-Ränge auf Platz sieben. Unter anderem Patro Eisden ist am Sonntag allerdings noch im Einsatz, während Eupen in der kommenden Woche (So., 16 Uhr) auswärts gegen RWDM antritt.
AS Eupen 1:1 Francs Borains
Zwei Wochen nach dem Heimsieg im eigenen Stadion gegen den KV Kortrijk (1:0) gab es vier Wechsel in der Eupener Startelf: Während Van Genechten und Caliskan auf die Bank rückten, fielen Möhwald und Gavory verletzt aus. Im Gegenzug standen Kennedy, Zague, Müller und Nuhu von Beginn an auf dem Rasen des Kehrwegstadions.
Bei strömendem Regen und vor 1.400 Zuschauern kam die Partie zwischen Eupen und den Gästen aus dem Hennegau nur schleppend in Gang, beide Mannschaften brauchten einige Minuten Anlaufzeit. Mit der ersten Torchance des Abends brachte ausgerechnet der bis Januar von Charleroi an Eupen verliehene Mondy Preunier die Gäste in Führung und seine Ex-Kollegen noch mehr in Zugzwang – das allerdings mit etwas Schützenhilfe der umgestellten Defensive der AS: Linksverteidiger Kennedy konnte eine Hereingabe nicht verhindern, ehe Preunier im Zentrum zwischen Innenverteidiger Paeshuyse und Rechtsverteidiger Zague frei stehend den Fuß hineinhielt (15.).

Von der Eupener Offensive um den wie ein Fremdkörper wirkenden Kikas und Nuhu kam vor und in den ersten Minuten nach dem Gegentor nur wenig; beide Angreifer wurden allerdings auch kaum in Szene gesetzt. Dass Verteidiger Kennedy nach einer knappen halben Stunde für die erste Gelegenheit der Ostbelgier sorgte, stand symbolisch für einen harmlosen und nicht überzeugenden Auftritt Eupens. Wenige Minuten später prüfte Bitumazala den Torwart der Gäste nach einem von Nuhu schnell ausgeführten Freistoß (33.).
Die unter Druck stehenden Ostbelgier wurden bis zur Pause etwas besser, Zwingendes in Richtung 1:1 erspielten sich die „Pandas“ bis auf einen Kopfball von Barès allerdings nicht mehr. Unverdient war der Rückstand beim Gang in die Kabine somit nicht, von der AS musste gerade mit Blick auf die Tabelle wesentlich mehr kommen.

Nach der Pause wechselte Eupen erstmals: Kennedy wurde durch Youndje ersetzt – auch mit ihm machte die AS in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel mehr Tempo und Druck nach vorn. Aus den nun größeren Spielanteilen machten die Ostbelgier jedoch weiterhin keine klaren Torchancen, häufig war im Strafraum nach guten Ansätzen Endstation. Francs Borains fand währenddessen kaum den Weg über die Mittellinie – Eupen kontrollierte, steuerte aber ohne echte Lösungen weiterhin auf eine Niederlage zu.
Eine halbe Stunde vor Schluss verstärkte Pinheiro seine Offensive: Atteri kam für Müller auf den Platz, der AS lief peu à peu die Zeit davon.

Je näher der Schlusspfiff rückte, desto hektischer wurde das Spiel auf und neben dem Platz. Eupen wiederum drängte auf den Ausgleich, kam unter anderem durch Atteri in Position. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff brachte Zague die AS zurück ins Spiel – und wie: Ein wuchtiger Schuss des aufgerückten Verteidigers schlug nach Vorarbeit von Paeshuyse zum 1:1 ein. Ein Traumtor, das zumindest eine Niederlage verhindern sollte.
Kikas lässt in der Nachspielzeit den Eupener Sieg liegen
Während sich die Gäste vehement über eine angebliche Abseitsposition von Zague beschwerten, drängte Eupen nun auf den Sieg. In der Nachspielzeit hatte Kikas ihn auf dem Fuß: Er stürmte allein auf Pandor zu, zielte dann – bezeichnend für seinen Auftritt – aber genau auf den Torwart der Gäste. Auf der Gegenseite hielt Hiller den Punkt für Eupen fest, es blieb beim 1:1. Für Eupen ist der eine Punkt zu wenig.

Namen & Fakten
AS Eupen: Hiller - Zague, Paeshuyse, Bokadi, Kennedy (46. Youndje) - Müller (62. Atteri), Keita (87. Mashaal), Bares, Bitumazala (72. Caliskan) - Kikas, Nuhu
Tore: 0:1 Prunier (15.), 1:1 Zague (85.)

Kommentare
... besser ist es noch mindestens ein Jahr dort zu spielen, wo sie sind....
Ich überlege gerade noch was war schlechter das Wetter oder die AS Eupen?
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2 Comments
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