Fastenzeit und Ramadan beginnen: Bischöfe rufen zu Gemeinsamkeit auf

<p>Fastenzeit und Ramadan fallen in diesem Jahr nahezu zusammen – Kirchen- und Religionsvertreter rufen zu Solidarität und gegenseitigem Verständnis auf.</p>
Fastenzeit und Ramadan fallen in diesem Jahr nahezu zusammen – Kirchen- und Religionsvertreter rufen zu Solidarität und gegenseitigem Verständnis auf. | Fotos: dpa

Sowohl die Fastenzeit als auch der Ramadan gelten als Zeiten der Besinnung, der inneren Umkehr und der Solidarität. „Das Ziel der Fastenzeit ist nicht nur mit materiellem Verzicht verbunden. Es geht auch um eine geistliche Reflexion, die uns hilft, uns wieder mit dem Wesentlichen zu verbinden“, erklärte Geert De Kerpel, Sprecher der Bischofskonferenz.

Wie bereits im Vorjahr fallen beide religiösen Zeiträume nahezu zusammen. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, dem 18. Februar, und endet an Ostern am 5. April. Der Ramadan dauert einen Monat ab diesem Donnerstag.

Einsamkeit als gemeinsames ThemaIn ihrer Botschaft an die muslimische Gemeinschaft heben die Bischöfe hervor, dass persönliche Kontakte heute oft an Tiefe verlören. „Selbst Menschen, die scheinbar gut eingebunden sind, können sich einsam fühlen“, heißt es. Soziale Solidarität müsse stärker in den Mittelpunkt rücken. Über die Grenzen der Religionsgemeinschaften hinweg gelte es, Einsamkeit wahrzunehmen und mit Offenheit aufeinander zuzugehen.

Auch der Muslimrat von Belgien richtete eine ähnliche Botschaft an die Gläubigen. Man solle besonderes Augenmerk auf Wohlwollen und Solidarität legen – innerhalb wie außerhalb des eigenen Umfelds. Der Ramadan sei nicht nur eine Zeit des Fastens, sondern auch eine Gelegenheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Respekt zu stärken. (belga/rt)

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