Am 14. Dezember hatte eine Boeing 747-400 der Fluggesellschaft Challenge Airlines kurz nach dem Start technische Probleme am Fahrwerk gemeldet. Die Maschine war auf dem Weg nach New York, kehrte jedoch um und beantragte eine Notlandung in Lüttich.
Um das Flugzeug für die Landung ausreichend zu erleichtern, ließ die Crew Kerosin über mehreren Gemeinden in Flughafennähe ab. Insgesamt wurden innerhalb von rund 40 Minuten etwa 56 Tonnen Treibstoff verbraucht beziehungsweise über spezielle Düsen an den Tragflächenenden abgelassen. Der Vorgang erfolgte in Warteschleifen in einer Höhe von rund 6.000 Fuß (etwa 1.800 Meter), was eine möglichst vollständige Verdunstung des Treibstoffs begünstigt.
Laut dem Begleitausschuss
Seit 2024 ist rund um den Flughafen ein dauerhaftes Luftqualitäts-Messnetz im Einsatz. Es umfasst vier Standorte mit zwei Messstationen zur Überwachung der Luftqualität sowie vier Messgeräten zur Erfassung möglicher Kohlenwasserstoff-Rückstände. Bereits am Tag nach dem Vorfall wurden die überflogenen Messgeräte ausgewertet. Das Ergebnis: Es konnten keine Auswirkungen des Kerosin-Ablasses festgestellt werden.
Als Konsequenz aus dem Vorfall kündigte Challenge Airlines an, die Wartungsintervalle ihrer Boeing-747-Flotte zu verkürzen. Künftig sollen die Maschinen alle zwei statt wie bisher alle fünf Jahre gewartet werden.
Dem Begleitausschuss gehören neben Lütticher Airport auch die wallonische Flughafenbehörde (Sowaer), das Kabinett der wallonischen Flughafenministerin Cécile Neven (MR) sowie die umliegenden Städte und Gemeinden an. (belga/calü)

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