Die Verpflichtung zum Rücktritt mit 75 Jahren ist seit 1983 im Kirchenrecht verankert. Ziel sei es, zu vermeiden, dass Bischöfe ihr Amt in zu hohem Alter ausüben. Delville wird seine Demission am Tag seines Geburtstags an Papst Leo XIV. übermitteln und anschließend dessen Entscheidung abwarten. Der Papst kann ihn vorübergehend im Amt belassen, bis ein Nachfolger gefunden ist, oder einen Administrator einsetzen. Die Suche nach einem neuen Bischof erfolgt über den Apostolischen Nuntius in Brüssel, der Gespräche innerhalb und außerhalb des Bistums führt und schließlich drei Kandidaten in Rom vorschlägt. Die endgültige Entscheidung trifft allein der Papst. Nach Einschätzung Delvilles dürfte die Ernennung seines Nachfolgers zwischen Ende dieses Jahres und Anfang 2027 erfolgen.
Nach 13 Jahren im Amt blickt der Bischof laut „La Meuse“ mit gemischten Gefühlen auf seine Zeit zurück. Die Aufgabe sei anspruchsvoll gewesen: Neben rund 80 Mitarbeitenden im Bischofshaus gehören etwa 250 Geistliche sowie tausende ehrenamtlich Engagierte indirekt zum Verantwortungsbereich des Bistums. Entsprechend groß sei die Belastung gewesen. Zugleich zeigt sich Delville erleichtert, die Verantwortung bald abgeben zu können. Er hoffe jedoch, dass sein Nachfolger die begonnenen Reformen und Projekte weiterführen werde. (mcfly)

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