Ein zentrales Bauwerk des Projekts ist der Tunnel am nördlichen Ortseingang, der inzwischen nahezu fertiggestellt ist. Wie RTL.lu berichtet, wurden für den Tunnel rund 450.000 Kubikmeter Erdmaterial ausgehoben, von denen etwa 250.000 Kubikmeter wieder aufgebracht werden. Es handelt sich dabei um eine sogenannte „überdeckte Trasse“. Die Betonarbeiten wurden im Oktober des vergangenen Jahres abgeschlossen, derzeit laufen Abdichtungsarbeiten am südlichen Tunnelportal. Aufgrund der vergleichsweise kurzen Länge von 325 Metern ist keine Tunnelbelüftung vorgesehen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Tunnel wird 70 km/h betragen.
Der insgesamt 2,5 Kilometer lange erste Abschnitt der Umgehungsstraße führt vom Kreisverkehr bei der Tankstelle bis zur Kreuzung in Richtung Roder. Im Laufe dieses Jahres sollen neben dem Tunnel auch die übrigen Teilabschnitte in Bau gehen. Geplant ist, zeitgleich an bis zu acht Baustellen entlang der Trasse zu arbeiten.
Zu den laufenden Arbeiten zählen unter anderem der Bau einer Brücke über ein Feuchtgebiet sowie eine weitere Brücke zwischen der Bockholtzer Straße und Happerfeld. Letztere soll dazu beitragen, den Ortskern zusätzlich zu entlasten, indem die Bockholtzer Straße künftig unter der Brücke hindurchgeführt wird.
Die Eröffnung des Abschnitts, der direkt an Hosingen vorbeiführt, ist für den Sommer 2028 vorgesehen. Der weiterführende Teil der Umgehungsstraße soll voraussichtlich erst zwischen 2030 und 2031 fertiggestellt werden. In diesem Bereich sind unter anderem der Bau einer Wildbrücke sowie der Ersatz einer Kreuzung durch einen Anschlussknoten geplant.
Ursprünglich war die vollständige Inbetriebnahme der Umgehungsstraße für 2029 vorgesehen, der Zeitplan wurde jedoch mehrfach angepasst. Für die Gemeinde Hosingen gilt insbesondere der erste Bauabschnitt als entscheidend, da er die Voraussetzung für eine Verkehrsberuhigung, den Rückbau der Hauptstraße sowie die Erneuerung der Kanalisation schafft. Die Kosten für das Projekt wurden zunächst mit rund 155 Millionen Euro veranschlagt. Inzwischen wurde der Betrag auf etwa 200 Millionen Euro erhöht.
Die Hosinger Umgehung ist Teil eines umfassenderen Sicherheitskonzepts für die N7. Zwischen Fridhaff und Weiswampach soll die Straße künftig durch eine Mittelleitplanke sicherer gestaltet werden. In diesem Zusammenhang haben kürzlich vorbereitende Rodungsarbeiten begonnen, die von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen begleitet werden. (red/arco)

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