„La Passerelle“: Start eines neuen CSC-Begleitprojekts für Arbeitslose

<p>„La Passerelle“: Start eines neuen CSC-Begleitprojekts für Arbeitslose</p>
Illustrationsfoto: belga

Die Initiative beruht auf der Überzeugung, dass Betroffene eine solche Situation nicht allein bewältigen sollten. Hinter politischen Entscheidungen stünden oftmals einschneidende Veränderungen der Lebensläufe, Verunsicherung, Hilflosigkeit, mitunter auch Wut sowie ein starkes Gefühl des Alleingelassenseins, erklärte Sophie Reginster, interprofessionelle Koordinatorin der CSC Liège-Verviers-Ostbelgien.

„La Passerelle CSC“ bietet sowohl kollektive als auch persönliche Begleitung und versteht sich als Treffpunkt für Menschen, die vom Ausschluss aus der Arbeitslosenversicherung betroffen sind. In den Sitzungen erhalten die Teilnehmenden Informationen zum sozialen Kontext und zu ihren Rechten. In Kleingruppen werden Aktivitäten organisiert, die den Austausch von Erfahrungen ermöglichen und zentrale Sorgen sichtbar machen. Zusätzlich ist für jede teilnehmende Person eine individuelle Betreuung vorgesehen, die soziale Unterstützung sowie Hilfe bei der Arbeitssuche umfasst.

Das Angebot ersetzt nicht die Aufgaben des Forem, sondern versteht sich als ergänzendes Instrument, das an Modelle von Umstrukturierungs- und Übergangszellen angelehnt ist. Ziel sei es auch, Orientierung zu geben und das Selbstvertrauen zu stärken, insbesondere angesichts von Stigmatisierungen, mit denen Arbeitslose konfrontiert seien. Die Passerelle solle ein Ort der Solidarität sein.

An der ersten Sitzung nahmen rund 30 Mitglieder teil, die auch zu den folgenden Treffen eingeladen sind. Die Inhalte der ersten Zusammenkunft sollen die Ausrichtung der weiteren bestimmen. Insgesamt sind bis Juni sieben weitere Sitzungen geplant. (belga/jj)

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